Mitglieder des Arbeitskreises "Vertrauliche Geburt" in Stadt und Region Hannover (von links): Kati Simon (donum vitae), Silvia Langreder (AWO Region Hannover), Ulf Gronau (pro familia), Karin Aumann (Ev. Beratungszentrum), Annette Holaschke (Diakonie Hannover-Land), Andrea Hollemann (Jugendberatung Hinterhaus), Christiane Joachim (BTZ Hannover), nicht auf dem Bild: Susanne Hartmann-Ahlhorn (SKF)

Zehn Jahre Gesetz zur vertraulichen Geburt

Arbeitskreis "Vertrauliche Geburt" in Stadt und Region Hannover informierte über die Arbeit

Region Hannover/ Hannover. Zehn Jahre besteht das Gesetz, das die vertrauliche Geburt in Deutschland regelt. Es ermöglicht Frauen eine sichere und medizinisch begleitete Geburt mit Vor- und Nachsorge in einer Situation, in der sie besonderen Schutz brauchen.

Den Schwangerschaftsberatungsstellen kommt dabei eine zentrale Rolle zu, sie sind erste Anlaufstelle für Schwangere in Not. Frauen erhalten dort qualifizierte Beratung und Hilfe. Bei Wunsch, vertraulich zu gebären, begleiten die Beraterinnen und Berater alle weiteren Schritte für eine vertrauliche Geburt. Sie nehmen die Personalien der Schwangeren vertraulich auf, verschließen diese in einem Umschlag und leiten ihn an das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben zur Verwahrung weiter. Das Kind kann den Herkunftsnachweis in der Regel nach 16 Jahren einsehen.

In der Stadt und Region Hannover haben sich verschiedene Schwangerschaftsberatungsstellen, darunter auch die Familien- und Sozialberatungsstelle und Beratungsstelle §218/219 StGB der AWO Region Hannover zum Arbeitskreis „Vertrauliche Geburt“ zusammengeschlossen, mit dem Ziel, sich mit allen am Verfahren beteiligten Stellen (zum Beispiel Kliniken, Adoptionsvermittlung) zu vernetzen und im regelmäßigen Austausch zu sein, damit durch die enge Kooperation das Hilfesystem gut funktioniert. Der Arbeitskreis bietet darüber hinaus regelmäßig Informationsveranstaltungen an.

„Schwangerschafts(konflikt)beratungsstellen übernehmen im Verfahren zur vertraulichen Geburt eine Schlüsselrolle“, sagt Silvia Langreder, Einrichtungsleiterin der AWO Familien- und Sozialberatungsstelle. Der Austausch mit anderen Kolleg*innen aus dem Arbeitskreis vertrauliche Geburt sei wichtig, um zum Beispiel die Öffentlichkeit über das Verfahren zu informieren, damit Frauen, die vertraulich gebären wollen, von diesem wichtigen Angebot wissen. „Uns allen ist es wichtig, dass Frauen in dieser ganz besonderen Situation gute Begleitung und Schutz erfahren. Dafür setzen wir uns als Arbeitskreis institutionsübergreifend ein“, betonte Langreder.

Aus Sicht des Arbeitskreises ist es für die weitere kompetente Gewährleistung dieses Angebots notwendig, dass die Zugänge zur vertraulichen Geburt bekannter gemacht, ausreichend finanzielle Ressourcen für Beratung zur Verfügung gestellt und Lösungen für Beratungsbedarf an Wochenenden und Feiertagen gefunden werden.

Foto: Christian Degener/AWO

Mitglieder des Arbeitskreises "Vertrauliche Geburt" in Stadt und Region Hannover (von links): Kati Simon (donum vitae), Silvia Langreder (AWO Region Hannover), Ulf Gronau (pro familia), Karin Aumann (Ev. Beratungszentrum), Annette Holaschke (Diakonie Hannover-Land), Andrea Hollemann (Jugendberatung Hinterhaus), Christiane Joachim (BTZ Hannover), nicht auf dem Bild: Susanne Hartmann-Ahlhorn (SKF)

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