Der AWO Fachbereich Frauen hat die Ausstellung organisiert (von links): Sachgebietsleiterin Katharina Krüger, Frauenberaterinnen Anne Vogt und Pegah Metje, Anna Raddatz, Leiterin des AWO Frauenhauses, Frauenberaterinnen Anne Hugenberg und Kathrin Olthoff; vordere Reihe Frauenberaterin Stephanie Böhm und Javelle Neumann, Leiterin Frauenberatungsstelle Lehrte.

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 „Starke Frauen – Starke Kämpfe“ - AWO hat Ausstellung gezeigt

Region Hannover/ Hannover-Linden. Anlässlich des Internationalen Frauentags hat der Fachbereich Frauen der AWO Region Hannover die Ausstellung “Starke Frauen – Starke Kämpfe” im Grete-Hofmann-Saal auf dem Ahrberggelände in Linden gezeigt. Die Bilder und Texte geben einen Überblick über verschiedene historische und aktuelle sowie revolutionäre und alltägliche Kämpfe von Frauen für Gleichberechtigung. „Auch hier und heute ist die Gleichberechtigung der Geschlechter noch nicht erreicht“, wie eine Besucherin feststellte.

Rund 150 Besucherinnen und Besucher, darunter Mitarbeiterinnen der AWO und der Stadt Hannover sowie Teilnehmerinnen der Sprachkurse, haben die Ausstellung besucht, sich bei Kaffee, Tee und Snacks ausgetauscht, ihre Wünsche für Frauen aufgeschrieben, Steine bemalt und Schilder für die anschließende Demonstration des Feministischen Rats Hannovers gestaltet.

„Die Ausstellung macht deutlich, dass Rechte, die wir heute als selbstverständlich wahrnehmen, durch Zusammenschlüsse von Frauen erkämpft wurden“, sagt Anna Raddatz, Leiterin des AWO Frauenhauses. Ob die Suffragettenbewegung, die maßgeblich das Frauenwahlrecht mit erstritten hat, oder die zweite Frauenbewegung in den 1968-er Jahren, die unter dem Motto „Das Private ist politisch“ noch immer bestehende Geschlechterungerechtigkeiten sichtbar machte. All diese Geschichten seien geprägt von Zusammenhalt, gegenseitiger Unterstützung und gemeinsamen Zielen von Frauen.

Gleichzeitig zeigt die Ausstellung, dass die Kämpfe von Frauen auch weltweit aktueller denn je sind. „Die feministische Revolution im Iran ist nur ein Beispiel dafür, dass Frauen im Kampf für ihre Rechte weiterhin ihr Leben riskieren“, erklärt Raddatz. Jina Masha Amini wurde am 16. September 2022 von der iranischen Sittenpolizei erschlagen, weil sie ihren Hijab nicht getragen hatte. Ihr Tod löste weltweit Entsetzen aus. Doch eine grundlegende Veränderung habe es danach nicht gegeben – auch weitere Frauen seien aufgrund solcher „Verstöße“ ermordet worden, so Raddatz. „Deshalb schließen sich auch heute noch Frauen im Iran zusammen und fordern Gleichberechtigung.“

Von diesen historischen und revolutionären Kämpfen spannt die Ausstellung „Starke Frauen – Starke Kämpfe“ den Bogen zu den vielen Kämpfen von Frauen in ihrem Alltag. „Sowohl die Aufteilung der Care- und Sorgearbeit als auch die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen sind Themen, die sich seit Jahren kaum verändern und die dazu führen, dass Frauen verstärkt von Armut betroffen sind“, sagt Katharina Krüger, Sachgebietsleiterin des AWO Fachbereichs Frauen. „Mit der Ausstellung möchten wir auf die Errungenschaften feministische Kämpfe aufmerksam machen und gleichzeitig zeigen, dass es auch heute weiterhin wichtig ist, sich zusammenzuschließen und gemeinsam für Gleichberechtigung zu kämpfen“, betont Krüger. Gerade in Zeiten eines gesellschaftlichen Rechtsrucks sei es wichtig, sich auszutauschen, sich gegenseitig zu stärken und solidarisch für Frauenrechte einzutreten.

Text & Fotos: Gaby Kujawa/AWO

 

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