Quartiersmanagerin Kaja Tippenhauer (links) arbeitete gemeinsam mit den Teilnehmenden heraus, welche Angebote es für Seniorinnen und Senioren in Anderten gibt und welche noch fehlen.

Wie sieht ein gutes Leben für Ältere in Anderten aus?

Rund 25 Interessierte bei Auftaktveranstaltung der Quartiersarbeit des AWO Seniorenbüros – neue wöchentliche Sprechstunde ab 11. November

Hannover-Anderten. Welche Angebote gibt es für ältere Menschen in Anderten? Was fehlt vor Ort, um im Alter gut zu leben? Wo sind Probleme und Barrieren – und welche Unterstützung wäre nötig, um Lösungen zu finden? Um diese Fragen ging es jetzt bei derAuftaktveranstaltung der Quartiersarbeit in der Begegnungsstätte am Torgarten, zu der die Seniorenarbeit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) eingeladen hatte. Rund 25 Interessierte waren der Einladung gefolgt. „Ein guter Teil der Teilnehmenden war noch nie zuvor in derBegegnungsstätte am Torgarten – und viele von ihnen waren erstaunt über die Angebote, die es hier, aber auch in anderen Institutionen in Anderten gibt“, berichtete AWO Koordinatorin Kaja Tippenhauer.

Die Quartierskoordinatorin arbeitete gemeinsam mit den Teilnehmenden heraus, welche Angebote es für Seniorinnen und Senioren in Anderten gibt und welche noch fehlen. „Es gibt viele Freizeit- und Unterstützungsangebote, leider sind sie oftmals nicht bekannt. Und es fehlt ein zentraler Ort, an dem sie angekündigt werden können“, sagte Tippenhauer. Die Begegnungsstätte Torgarten sei ein guter Ort dafür, aber es fehle ein fester Ansprechpartner. Auch der Wunsch nach einem Besuchsdienst und Hilfsangeboten sei mehrfach geäußert worden: so fehle eine Nachbarschaftshilfe für kleine Handreichungen oder ein Abholdienst. „Interesse besteht auch an alternativen Wohnformen für Senioren, aber es fehlt Wissen über Senioren-WGs, „Wohnen für Hilfe“ oder wie man Nachbarschaftshilfe organisieren könnte“, so die AWO Mitarbeiterin. 

Das Programm „alter(n)sgerechte Quartiersentwicklung“ der Stadt Hannover ermöglicht dem AWO Seniorenbüro in Anderten, ein Jahr lang intensiv mit Anwohnerinnen und Anwohnern zusammen zu arbeiten, um die Lebensqualität für ältere Menschen in dem Stadtteil zu verbessern. Die Quartiersarbeit habe das Ziel, mit den Menschen vor Ort eine aktive Nachbarschaft zu gestalten und so zu einem lebendigen Wohnumfeld beizutragen. „Anwohnerinnen und Anwohner werden als Experten ihres Wohnumfeldes und ihrer Bedürfnisse anerkannt. Sie können sich einbringen und mitgestalten – ich freue mich auf diesen Austausch“, betonte die Quartiersmanagerin. Zudem könnten bei Interesse Netzwerke und Unterstützungsmöglichkeiten geschaffen werden, damit ältere Menschen möglichst lange in ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben können.

Das AWO Seniorenbüro ist seit längerem Ansprechpartner für Ehrenamtliche in Anderten und unterstützt deren Angebote in der Begegnungsstätte Torgarten. „Aufgrund dieses vielfältigen Kursangebots für Seniorinnen und Senioren ist es ein idealer Ausgangsort für die Quartiersarbeit“, betonte Tippenhauer. „Quartiersarbeit für und mit älteren Menschen ist enorm wichtig, denn im Alter gewinnt das direkte Wohnumfeld durch eingeschränkte Mobilität an Bedeutung. Auch soziale Kontakte und ein Unterstützungsnetzwerk über die Familie hinaus werden immer wichtiger.“ Quartiersarbeit könne den Menschen helfen, so lange wie möglich im gewohnten Wohnumfeld wohnen zu bleiben. „So können Funktionen aufgefangen werden, die sonst durch teure Dienstleistungen eingekauft werden müssten“, sagte Tippenhauer.

Die AWO Koordinatorin freute sich über eine „gelungene Auftaktveranstaltung und das Interesse der Teilnehmenden, an den einzelnen Themen weiter zu arbeiten“. Zunächst bietet die AWO ab dem 11. November jeden Montag zwischen 14 und 16 Uhr eine Sprechstunde in der Begegnungsstätte Torgarten an, die man mit Fragen und Ideen rund um die Quartiersarbeit und das Ehrenamt in Anderten aufsuchen kann. Da die Auftaktveranstaltung ergebnisoffen geplant gewesen sei, gebe es noch keine vordefinierten Anschlusstermine. „Wir haben viele Ideen und Kontakte zu potentiell Engagierten gesammelt – und jetzt beginnt die gemeinsame Arbeit“, so Tippenhauer.

Quartiersmanagerin Kaja Tippenhauer (links) arbeitete gemeinsam mit den Teilnehmenden heraus, welche Angebote es für Seniorinnen und Senioren in Anderten gibt und welche noch fehlen.

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