Die hannoversche Online-Wahlhilfe, ein Projekt des Stadtjugendrings, richtet sich an alle. Unser Foto zeigt Lena Fillies, Geschäftsführerin des Stadtjugendrings, und Alrun Vogt, Leiterin der Beteiligungswerkstatt Rollende Baustelle des Kreisjugendwerkes der AWO Region Hannover, die mit Ehrenamtlichen an dem Projekt mitgewirkt hat.

Wahlhilfe „made in Hannover“

Der HannoWahlCheck gibt Entscheidungshilfe zur Kommunalwahl am 12. September

Region Hannover/ Hannover. „Der HannoWahlCheck gibt eine erste und einfache Orientierung, welche Parteien näher an der eigenen Meinung sind“, sagt Alrun Vogt, Leiterin der Beteiligungswerkstatt Rollende Baustelle des Kreisjugendwerkes der AWO Region Hannover. Vogt und junge Ehrenamtliche der AWO Einrichtung haben an der Online-Wahlhilfe „HannoWahlCheck“ mitgearbeitet, die ein Projekt des Stadtjugendrings (SJR) Hannover e.V. ist und vor zwei Wochen an den Start ging. Der Online-Wahlcheck funktioniert nach demselben Prinzip wie der populäre Wahl-O-Mat und unterstütze die politische Bildung junger Menschen – gerade die Kommunalwahl biete aufgrund des Wahlalters ab 16 Jahren einen Weg zur demokratischen Beteiligung junger Menschen in ihrem direkten Lebensumfeld: dem Stadtbezirk, der Stadt, der Region. „Deshalb würden wir uns freuen, wenn ihn möglichst viele Jugendliche nutzen würden“, so Vogt.

Wer steht eigentlich für eine autofreie Innenstadt und wer ist dagegen? Welche Parteien setzen sich für mehr bezahlbaren Wohnraum ein und wer ist für mehr Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen? Mit wem wird es eine kommunale Schuldenbremse in Hannover geben und mit wem nicht? Der Stadtjugendring Hannover e.V. hatte alle Parteien dazu befragt, wie sie zu diesen und anderen kommunalpolitischen Fragen stehen. Der HannoWahlCheck sei komplett „Made in Hannover“ mit den „echten“ Antworten der hannoverschen Stadtverbände der Parteien und nicht der Landesverbände, betont Lena Fillies, Geschäftsführerin des Stadtjugendrings. Und mit Themen und Thesen, die nicht auf Wahlprogrammen basieren, sondern die der Stadtjugendring in einer großen, öffentlichen Umfrage bei unter 27-jährigen aus Hannover gesammelt hat. 

Eingebettet ist das Tool in eine große Kampagne des SJR zur politischen Bildung unter dem Motto „jung, aufgeklärt, wählerisch!“, die sich an Jugendtreffs und -zentren in freier Trägerschaft und den Jugendverbänden mit vielen verschiedenen Aktionen der Jugendlichen vor Ort richtet. „Jugendarbeit ist der perfekte Ort für die politische Bildung junger Menschen. Insbesondere die Jugendverbände sind sowieso Orte gelebter Demokratie, hier sind es die jungen Menschen selbst, die entscheiden und Verantwortung tragen, sie wählen auch die Themen und Methoden ihrer Bildungsarbeit selbst. Dabei greifen Jugendverbände politische und gesellschaftliche Fragen auf und stärken oft auch Themen, die in gesellschaftlichen Diskursen noch nicht etabliert sind, junge Menschen sind Impulsgeber*innen“, so Fillies.

Insgesamt gehe es darum, informiert zu sein, sich ein Urteil zu bilden und sich so fit für die Kommunalwahl zu fühlen. „Das halten wir nicht nur für junge Menschen für wichtig, um seine Chance zur politischen Beteiligung unbedingt wahrzunehmen und mitzuentscheiden wer in den kommenden Jahren die eigene Meinung im Stadtrat und in den Bezirksräten vertreten soll. Wir hoffen, dass der HannoWahlCheck vielen Hannoveraner*innen dabei eine Hilfe ist“ fasst Fillies zusammen.

www.hannowahlcheck.de 

Zum Hintergrund:

Der HannoWahlCheck basiert auf dem wissenschaftlichen Tool Wahl-Kompass von Kieskompas aus den Niederlanden und wird betreut von dem Institut für Politikwissenschaft der Universität Münster unter Leitung von Prof. Dr. Norbert Kersting.und Jan Thomeczek.

Foto: Christian Degener/AWO, Text: Lena Fillies/ Stadtjugendring, Christian Degener

Die hannoversche Online-Wahlhilfe, ein Projekt des Stadtjugendrings, richtet sich an alle. Unser Foto zeigt Lena Fillies, Geschäftsführerin des Stadtjugendrings, und Alrun Vogt, Leiterin der Beteiligungswerkstatt Rollende Baustelle des Kreisjugendwerkes der AWO Region Hannover, die mit Ehrenamtlichen an dem Projekt mitgewirkt hat.

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