Franziska Finke vor dem Eingang zur AWO Kita Rosenbergstraße, die ihre beiden Kinder besuchen.

„Vielen Dank an die Erzieherinnen und Erzieher“

AWO Kita Rosenbergstraße: Franziska Finke, zweifache Mutter, weiß die Kinderbetreuung sehr zu schätzen - Erziehende höherem Risiko ausgesetzt

Region Hannover/Hannover. Franziska Finke aus Hannover ist im Home Office, es steht eine Videokonferenz an. Ihre beiden Töchter sind auch Zuhause. „Mama, wollen wir spielen?“, fragt die Ältere. „Nein, das geht jetzt nicht, ich muss gleich telefonieren“. Die Konferenz startet. Jetzt meldet sich ihre andere Tochter zu Wort. „Mama, Apfel?“ Ihr Gegenüber in der Konferenz lacht – es ist ihre Chefin. „Zum Glück hat meine Chefin Verständnis für meine Situation – aber ich bin schon froh, dass wir unter die Notfallbetreuung fallen“, sagt Finke. Ihre Töchter sind zwei und fünf Jahre alt und besuchen die AWO Kita Rosenbergstraße.

Die Corona-bedingte Notbetreuung startete Montag vor einer Woche. Die Platzvergabe sei unbürokratisch gewesen und die Leitung der AWO Einrichtung habe sie immer gut informiert. „Ich weiß, dass wir sehr froh sein können über die Betreuung in der jetzigen Situation und ich bin den AWO Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr dankbar“, sagt Finke. Schließlich seien die Erzieherinnen und Erzieher einem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt, da sie jeden Tag mit vielen verschiedenen Haushalten in Kontakt kommen und Abstand halten bei kleinen Kindern auch nicht möglich sei. 

Finke, die als Angestellte arbeitet, sei während der Corona-Pandemie noch deutlicher geworden, wie wichtig Kindertagesstätten wie die AWO Einrichtung sind, um Frauen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. „Ein Großteil der sogenannten Care-Arbeit übernehmen ja immer noch die Frauen“, sagt Finke. Berufstätigkeit und die gleichzeitige Betreuung von Kleinkindern seien schwer vereinbar, zum Beispiel längere Zeit konzentriert zu arbeiten, ein Telefonat zu führen oder aktiv an einer Videokonferenz teilzunehmen. „Wenn im Hintergrund die Kinder spielen, ist immer was los – Kinder können und sollen ja auch nicht geräuschlos spielen.“

Für ihre Kinder bedeute die AWO Kita mehr als nur Betreuung. „Hier treffen sie ihre Freunde, können frei spielen, individuelle Angebote nutzen und ihrer Phantasie mit Gleichaltrigen freien Lauf lassen“, sagt Finke. In der Krippengruppe ihrer Tochter haben die Kinder gerade ein Haus aus einem riesigen Karton gebastelt und gemeinsam bemalt. „Solche Aktivitäten lassen sich zu Hause kaum umsetzen“, sagt Finke. 

In den AWO Kitas gibt es derzeit feste Gruppen, das Offene Konzept ist ausgesetzt. Auch im Außenbereich ist am Flatterband schnell zu erkennen, dass die Gruppen Abstand voneinander halten sollen. „Die Kinder müssen sich zur Zeit an ganz schön viele Regeln halten. Sie machen das aber alle gut mit und freuen sich auf ihre Kita-Zeit“, sagt Finke.  Die AWO Kita kümmere sich auch um die Kinder, die derzeit zu Hause Zuhause betreut werden müssen. „Um die Eltern zu unterstützen, nutzen die Mitarbeitenden digitale Formate. So senden sie beispielsweise kleine Videos oder Bastelanleitungen“, berichtet Finke. „Ich bin sehr dankbar, dass unsere Kita von der Leitung über die Erzieherinnen und Erzieher bis hin zu den Köchinnen weiterhin für die Kinder da sind – so gut das derzeit eben möglich ist.“

Text & Foto: Christian Degener/AWO

Franziska Finke vor dem Eingang zur AWO Kita Rosenbergstraße, die ihre beiden Kinder besuchen.

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