Die Kinder haben den Müll rund um das AWO Familienzentrum aufgesammelt.

„Wir sind keine Müllhalde“

AWO Familienzentrum Elmstraße hat sich an der AHA Putzmunter-Aktion beteiligt

Region Hannover/Hannover-Sahlkamp. Säcke voller Müll: Plastikverpackungen, leere Schnapsflaschen, Glasscherben, Medikamentenschachteln, Zigarettenkippen und Reste von Silvesterraketen. 35 Kitakinder, Eltern und die pädagogischen Fachkräfte des Familienzentrums Elmstraße der AWO Region Hannover haben sich gemeinsam an der AHA Putzmunter-Aktion beteiligt und den Müll rund um die Kindertagesstätte aufgesammelt. „Wieso werfen die Menschen ihren Müll eigentlich auf unseren Spielplatz?“ Diese Frage würden die Kinder immer wieder an die pädagogischen Fachkräfte stellen, wie die Koordinatorin des AWO Familienzentrums Kathleen Bornemann berichtet.

Das Müll-Problem rund um das AWO Familienzentrum sei ein immer wiederkehrendes Thema, berichtet Anja Sand. Täglich werde der Müll auf dem Außengelände von den Erzieherinnen und Erzieherin eingesammelt und entsorgt, erklärt die Kitaleiterin: „Manchmal sind sogar Drogen oder Spritzen dabei.“ Die Kinder könnten kaum barfuß im Sandkasten spielen, weil die Gefahr bestehe, in Glasscherben zu treten und sich zu verletzen.

„Im vergangenen Jahr haben unsere Hortkinder im Rahmen des zehnjährigen Bestehens der Sahlkamp-Charta, einem Regelwerk für ein gelingendes Zusammenleben im Stadtteil, in weniger als einer Stunde mehrere Säcke Müll, nur allein auf dem Außengelände der Einrichtung eingesammelt“, ergänzt Bornemann. Kinder und Erwachsene seien darüber bestürzt und traurig gewesen und wollten etwas dagegen tun. Auf der Grundlage der Regel „Haltet eure Umwelt sauber. Werft den Müll in Eimer und nicht auf den Boden!“ gestalteten die Hortkinder Schilder, die sie, für alle sichtbar am Zaun des Familienzentrums befestigten.

Ziel der Aktion war es, die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen, wie viel Müll auf Spielplätzen, Straßen und Gehwegen im Stadtteil landet, betont die Koordinatorin. Schon nach kurzer Zeit wurden die Schilder abgerissen, liegen gelassen oder über den Zaun geworfen. Das Müllproblem sei geblieben. „Mit den Kindern sind wir darüber im ständigen Austausch.“ Sie würden nicht verstehen, dass Erwachsene unachtsam ihren Müll auf den Boden werfen und wünschten sich einen anderen Umgang damit.

Diesen Wunsch nahmen die pädagogischen Fachkräfte zum Anlass an der AHA Putz-Munter Aktion teilzunehmen und auf den Müll im Bereich der Kindertagesstätte und auch im Stadtteil aufmerksam zu machen. „Alle können etwas dazu beitragen, dass weniger Müll herumliegt“, betont ein Mädchen beim Einsammeln und hebt eine Tablettenverpackung auf. „Wenn ich sehe, dass jemand seinen Müll einfach auf die Straße wirft, spreche ich ihn direkt an und mache ihn darauf aufmerksam“, sagt die Neunjährige.

„Wir sind keine Müllhalde, sondern eine Kindertagesstätte“, steht auf den neuen Schildern, die die Kinder nach der Sammelaktion wieder an dem Zaun rund um die Kindertagesstätte angebracht haben. Jeder solle Verantwortung für seinen eigenen Müll übernehmen und damit zu einem sauberen Stadtteil beizutragen, wünschen sich die Kinder. „In den nächsten Tagen starten wir die nächste gemeinsame Sammelaktion“, sagt Bornemann. Dann gehe es weiter in den Stadtteil hinein.

Text & Fotos: Gaby Kujawa/AWO

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