Stolz auf ihr neues Hochbeet: Kinder der Kita Mäuseburg mit Erzieher Manuel Knust und Einrichtungsleiterin Juliane Kühn.

„Wir machen Halloween im Sommer“

AWO Kita Mäuseburg baut mobile Hochbeete für Kürbispflanzen und Kräuter

Hannover. „Wir machen Halloween im Sommer“, sagt die sechsjährige Zara und lacht. Die anderen Kinder müssen auch lachen. Stolz wandern ihre Blicke auf ihr neues Hochbeet mit Kürbispflanzen, das die Vorschulkinder der AWO Kita Mäuseburg im Klaus-Müller-Kilian-Weg in der Nordstadt gemeinsam mit ihrem Erzieher Manuel Knust innerhalb von zwei Tagen gebaut haben. „Eigentlich mag ich Kürbis nicht so gern, Erdbeeren sind leckerer“, findet Zara. Aber die leuchtend grünen Hokkaido-Pflanzen haben es ihr dennoch angetan. Und mit der Kürbissuppe, die davon im Herbst gekocht werden soll, könne sie sich auch anfreunden.

Die zwei neuen Hochbeete stehen auf Rollen und lassen sich beliebig auf dem Außengelände aufstellen – mal in der Sonne, mal stehen sie im Schatten. „Auf dem Gelände können wir aus Platzgründen keine festen Beete anbauen, deshalb haben wir uns für mobile entschieden – wir haben quasi aus der Not eine Tugend gemacht“, berichtet Juliane Kühn, Leiterin der AWO Kita. Knust hatte Paletten besorgt und weiß gestrichen. Unter die Paletten montiert er gemeinsam mit den Kindern die Rollen. Dazu müssen die Jungen und Mädchen bohren und schrauben. „Das Bohren macht mir echt Spaß“, sagt Zara. Auf die Paletten setzen die Kinder einen Kasten aus Brettern, den sie selbst zusammenbauen. Dann schichten sie verschiedene Erden und anschließend kann das Einpflanzen beginnen. „Viele Eltern haben in der Stadt keinen Garten – deshalb ist es für die Kinder eine tolle Sache zu sehen, wie man Gemüse anbaut“, sagt Kühn.

Gleichzeitig seien die rollenden Beete auch lehrreich im Hinblick auf eine gesunde Ernährung – ein Thema, das in der AWO Kita immer wieder eine Rolle spielt. Die AWO Einrichtung hatte jüngst am Projekt „Iss dich fit“ teilgenommen, bei dem ein Koch den Kindern Obst und Gemüse näher gebracht hat. „Wir haben das Projekt dann weitergeführt und die Kinder haben unter anderem gelernt, was eine ,gesunde Brotdose` ist“, sagt Kühn. Das zweite Hochbeet, so haben die Kinder entschieden, soll ein Kräuterbeet werden. „Sie möchten später einen Kräuterquark zubereiten“, berichtet Kühn.

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