Ist heute nach fast 42 Jahren bei der AWO in den Ruhestand verabschiedet worden: Gudrun Brandt, stellvertretende Leiterin der AWO Kita Edenstraße.

Traumberuf Erzieherin

Gudrun Brandt geht nach fast 42 Jahren bei der AWO in den Ruhestand

Hannover/List. Gudrun Brandt hat am 1. Oktober 1976 bei der AWO angefangen. „Und das war mein Glück“, sagt die stellvertretende Leiterin der AWO Kindertagesstätte Edenstraße im Stadtteil List. Mit 18 Jahren war Brandt aus Hamburg nach Hannover gezogen, um an der Fachschule für Sozialpädagogik am Birkenhof eine Ausbildung zur Erzieherin zu machen. „Ich wollte gerne nach Hannover, weil meine Oma hier lebte.“

Die 63-Jährige hat während ihres Arbeitslebens nur einmal ihren Einsatzort gewechselt – von der ehemaligen AWO Kita Hohenzollernstraße in die Kita Edenstraße. „Es gab keinen Grund dazu.“ Brandt hatte sich bei der AWO für ein Anerkennungspraktikum beworben und wurde genommen mit der Perspektive, anschließend als Erzieherin in der Edenstraße zu arbeiten, die sich noch im Aufbau befand. „Zu der damaligen Zeit gab es eine Erzieherschwemme, deshalb war ich sehr froh darüber.“

Sie habe von Anfang an eine hohe Wertschätzung bei der AWO erfahren. „Frisch von der Fachhochschule und mit neuen Ideen im Kopf – die damalige Leiterin Waltraud Sasse und die Kolleginnen haben mir zugehört und hatten offene Ohren für meine Vorschläge.“  Am 1. April 1977 wurde sie als Erzieherin in der Kita Edenstraße eingestellt, anderthalb Jahre später hatte sie dann auch die  stellvertretende Leitung inne. „Das war ein Highlight für mich, eine ganz neue Einrichtung mit aufzubauen“, betont Brandt. „Wir waren ein tolles Team und hatten auch privat viel Kontakt.“  Es passte alles – die Kinder, die Eltern und die Kolleginnen.

Nach sechs Jahren im Kita-Bereich wollte Gudrun Brandt in Kiel Lehramt studieren, „weil ich etwas neues machen und mit älteren Kindern arbeiten wollte.“ Dann wurde in der Kita eine Stelle im Hortbereich frei. „Das hat mich veranlasst, hierzubleiben – das hat mich gereizt.“

Und so ist Brandt 1983 in den Hort gewechselt. Hier hat sie bis heute viele Veränderungen und Entwicklungen erlebt und mitgestaltet. Dazu gehören unter anderem die  verlässliche Grundschule, die Qualitätsentwicklung oder die  Einführung des Beobachtungssystems. Am liebsten hat sie Ferienfreizeiten und Ferienaktivitäten geplant, organisiert und mitgemacht – nach Kirchheim, auf die Riepenburg im  Ponyschloss Altenhaus oder in die Jugendherberge Mardorf, Tagesausflüge in  den Familienpark Sottrum, Bootsfahren auf dem Steinhuder Meer, Wanderungen und vieles mehr. „Die Kinder sind immer gerne gekommen und die Eltern waren zufrieden. Wir haben immer wieder positive Rückmeldungen bekommen.“

Gudi – wie sie von den Kindern liebevoll gerufen wird, hat im Laufe ihres Arbeitslebens bei der AWO drei Leitungswechsel erlebt – 25 Jahre mit Waltraud Sasse, 6 Jahre mit Barbara Stamm und seit 10 Jahren mit Beate Busse, die jetzige Leiterin der Kita.  „Ich habe mit allen super zusammen gearbeitet.“ Die Arbeit im Hort sei  so vielfältig – für Brandt ein Traumjob. „Ich würde mich immer wieder so entscheiden“. Trotzdem freut sie sich jetzt auf ihren Ruhestand: „Ich habe nie eine Auszeit gehabt, die Arbeit war mein Leben. Aber ich freue mich auf die neue Zeit“, betont Brandt. Für die Zukunft plant sie zu reisen. Die erste Reise wird nächste Woche nach La Palma gehen. Zum Abschied wünscht Gudrun Brandt der Kita alles Gute und hofft, „dass sinnvolle politische Entscheidungen schneller als bisher in Kraft treten.“

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