Projektwoche: Schüler malen mit Geflüchteten

Zehntklässler der IGS Hämelerwald zu Gast im AWO Wohnhaus Nordstraße

Lehrte. „Mich hat interessiert, wie die Geflüchteten hier so leben“, sagt Fiona Schibgilla Schülerin der IGS Hämelerwald. Die Zehnklässlerin und ihre Mitschülerinnen und Mitschüler sind drei Tage lang im Rahmen einer Projektwoche vom 6. bis 8. März 2018 zu Gast im AWO Wohnhaus Nordstraße in Lehrte. Unter anderem üben sie mit den Bewohnern Deutsch, malen, basteln und stellen Kerzen her. „Besuche wie diese bauen Vorurteile und Berührungsängste ab und bilden interkulturell“, sagt Ute Brook, IGS-Lehrerin und Leiterin der AG „Schule & Rassismus“, die die Jugendlichen gemeinsam mit ihrer Kollegin Andrea Krause betreut.

Die Bewohner und AWO-Mitarbeiterin Susanne Stanke freuten sich über den Besuch der Schüler. „Als AWO Einrichtung sind wir offen für vielfältige Aktivitäten, die den Austausch zwischen Geflüchteten und Nicht-Geflüchteten fördern. Es ist auch eine gute Abwechslung für die Bewohner“, sagte Stanke. In dem im Dezember 2015 eröffneten AWO Wohnhaus sind derzeit 75 Geflüchtete untergebracht, ein Großteil von ihnen nimmt an den Vormittagen an Sprach- und Integrationskursen teil, andere sind auf Arbeit.

Der Rest hatte sichtlich Spaß an dem Besuch der Schülerinnen und Schüler im Aufenthaltsraum des Wohnhauses. Das ist nicht der erste Besuch der IGS in einem AWO Wohnhaus für Geflüchtete: Im vergangenen Jahr waren Schüler zu Gast in der Manskestraße in Lehrte. Mit der AG „Schule & Rassismus“ besuchte Brook das Wohnhaus einmal pro Woche. „Austauschmöglichkeiten wie diese tragen zur Integration bei. Und die Schülerinnen und Schüler lernen Toleranz und ein gutes Miteinander verschiedener Kulturen“, so Brook.

„IGS & AWO“ – eine gute Kooperation. In der Vergangenheit waren Schülerinnen und Schüler der IGS Hämelerwald auch schon im Wohnhaus Manskestraße in Lehrte zu Gast. Rechts im Bild ist AWO-Mitarbeiterin Susanne Stanke zu sehen, Lehrerin Ute Brook (2.v.rechts) begleitete die Schüler.

Gemeinsam stark! Hier konnten sich Schüler und Bewohner mit einem Fingerabdruck verewigen.

Gemeinsames Malen und Basteln standen unter anderem auf dem dreitägigen Besuchsprogramm der Schüler.

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