Informierten die Marktbesucher in Uetze über die AWO Frauenberatungsstelle (von links): Diana Jäger, stellvertretende AWO Fachbereichsleiterin, AWO Beraterin Brigitte Mende, Luisa Arndt, Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Uetze, und AWO Beraterin Sarah Ogiermann.

Neue Sprechstunde ab November in Hänigsen

Seit 15 Jahren in Uetze: AWO Frauenberatungsstelle informierte auf dem Markt auf dem Hindenburgplatz

Hannover/ Uetze. Die Frauenberatungsstelle für Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze der AWO Region Hannover feiert in diesem Jahr ihr 15-jähriges Bestehen. Und in Kürze wird die AWO Beratungsstelle auch eine Sprechstunde vor Ort in Hänigsen anbieten. Dies kündigte AWO Mitarbeiterin Brigitte Mende heute am Rande eines Infostandes auf dem Markt auf dem Hindenburgplatz an, wo sie das Beratungsangebot gemeinsam mit ihren Kolleginnen anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Beratungsstelle den Marktbesuchern vorstellte. „Geplant ist eine Sprechstunde im Intervall von zwei Wochen“, sagte Mende. Der Start ist für Ende November vorgesehen, Details sollen später bekanntgegeben werden. „Ich freue mich über das neue Angebot vor Ort. Damit erreichen wir die Frauen, die weniger mobil sind“, sagte Luisa Arndt, Gleichstellungsbeauftragte in Uetze, die die Marktbesucher gemeinsam mit den AWO Beraterinnen informierte. Es sei wichtig, dass den Frauen in Krisensituationen ein breites und wohnortnahes Beratungsangebot zur Vergnügung steht. „Und das Beratungsangebot ist kostenlos“, ergänzte Mende.

Bei einer Tasse Kaffee vom AWO Café Mobil kamen sie mit vielen Uetzer Frauen ins Gespräch. „Wir finden in Krisen den Weg für Veränderung“, steht auf der Postkarte der Beratungsstelle zum 15-jährigen Bestehen, die sie verteilten – „für die Frauen und gemeinsam mit ihnen“, sagte Mende. Die Beraterinnen wollen insbesondere auch Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, ermutigen, zur Beratung zu kommen. „Wir unterstützen sie dabei, neue Wege in ein selbstbestimmtes Leben zu finden“, so Mende. Trennung, Scheidung und damit einhergehende finanzielle Probleme sind derzeit die häufigsten Gründe, warum sich Frauen aus Uetze an die AWO Beratungsstelle wenden, berichtete Mendes Kollegin Sarah Ogiermann. Auch häusliche Gewalt komme vor. „Häusliche Gewalt passiert nicht nur in Großstädten“, betonte Arndt. „Das kann auch der Nachbarin in einer eher ländlichen Gemeinde passieren.“

In den vergangenen 15 Jahren wurden die Beratungsangebote ausgebaut und weiterentwickelt – immer an den speziellen Bedürfnissen der Frauen orientiert: Vorträge zum Thema Prävention, welche die Frauen in ihrem belasteten Alltag stärken oder ein spezielles Gruppenangebot für Frauen in Trennungssituationen. Einmal im Monat bietet die Frauenberatungsstelle eine allgemeine Rechtsinformation durch eine Rechtsanwältin für Frauen an. Die AWO Mitarbeiterinnen beraten Frauen parteilich in Krisensituationen, zum Beispiel bei persönlicher und beruflicher Überforderung, bei Trennung und Scheidung, bei Stalking oder bei häuslicher und sexueller Gewalt. Das Beratungsangebot ist vertraulich, anonym und kostenlos.

Die Beratungsstelle arbeitet außerdem in verschiedenen Netzwerken mit den Gleichstellungsbeauftragten, den vor Ort bestehenden Ämtern, Institutionen und Facheinrichtungen zusammen, um Frauen gegebenenfalls in andere Hilfsangebote zu vermitteln. Jedes Jahr nehmen circa 140 Frauen mit vielschichtigen Problemen die Beratungsstelle in Anspruch. Die Frauenberatungsstelle wird von der Region Hannover, dem Land Niedersachsen, den Städten Burgdorf, Lehrte, Sehnde und der Gemeinde Uetze gefördert.

Informierten die Marktbesucher in Uetze über die AWO Frauenberatungsstelle (von links): Diana Jäger, stellvertretende AWO Fachbereichsleiterin, AWO Beraterin Brigitte Mende, Luisa Arndt, Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Uetze, und AWO Beraterin Sarah Ogiermann.

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