AWO Mitarbeiterin Christiane Adolph ruft die Nachbarinnen und Nachbarn zum Mitmachen auf.

Leine gegen Langeweile

AWO Quartierskoordinatorinnen ruft Nachbarn zum Mitmachen auf

Hannover/List. „Wir kennen aus unserer Arbeit Menschen, die gerne malen, Geschichten schreiben, immer wieder einen guten Witz aus der Tasche ziehen oder auch einfach nette Botschaften hinterlassen“, erzählt Christiane Adolph. So sei die Idee entstanden, die AWO Begegnungsstätte Gottfried-Keller-Straße als kreative Anlaufstelle zu gestalten und die Kommunikation innerhalb der Nachbarschaft weiterhin aufrecht zu erhalten“, betont Adolph, die gemeinsam mit Stephanie Böhm die Quartiersarbeit im Stadtteil List-Nordost koordiniert. „Wir rufen Nachbarinnen und Nachbarn auf, Dinge und Ideen, die andere Menschen erheitern und inspirieren, vorbeizubringen und auf eine Leine gegen Langeweile zu hängen.“

Die Aktion findet zweimal wöchentlich montags von 14 bis 16 Uhr und donnerstags von 10 bis 12 Uhr in der Begegnungsstätte in der Gottfried-Keller-Straße 26 statt. „Hier treffen sich normalerweise die Nachbarn aus dem Quartier zur „Offenen Tür“, zum Klönen und Kaffee trinken oder zu Vorträgen, Konzerten und Spielenachmittagen“, sagt Adolph. Ein aktiver Ort also, der in diesen Zeiten viel zu ruhig da liege, wie Böhm findet.

„Manchmal braucht es einfach ein Ziel, eine Motivation, um die eigene Wohnung zu verlassen“, sagt Böhm. Und wenn dort nette Grüße, eine kleine Yogaanleitung oder ein Keksrezept auf die Menschen warten, dann habe sich dieser Weg gelohnt. „Wir möchten weiterhin einen Ort anbieten, der inspiriert, Mut macht und Anlaufstelle ist – trotz aller Kontaktbeschränkungen“, betonen die beiden Quartierskoordinatorinnen.

Das Projekt Quartiersentwicklung „Miteinander im Viertel“ wird gefördert von der Deutschen Fernsehlotterie. Ziel ist es, die Verbundenheit der Bewohnerinnen und Bewohner im Viertel vom Eulenkamp bis zur Hebbelstraße zu stärken und strukturelle Ressourcen zu fördern.

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