Geflüchtete Frauen informierten sich über Jobchancen

Referentin vom Flüchtlingsrat zu Gast im AWO Wohnhaus in Lehrte

Die Teilnehmerinnen, die aus Somalia, Senegal und Irak kommen, schrieben zunächst auf Kärtchen, welchen Job sie in ihrem Heimatland ausgeübt haben und was sie gern in Deutschland arbeiten würden. Köchin und Krankenschwester lauteten zwei der Berufsziele. Vivien Hellwig (3.v.l.) und Noushin Naeim (rechts) vom Flüchtlingsrat Niedersachsen waren die Referenten, links im Bild ist Susanne Stanke, Leiterin des AWO Wohnhauses zu sehen.

Hannover/ Lehrte. Um die Integration in den Arbeitsmarkt ist es heute bei einer Info-Veranstaltung im AWO Wohnhaus in Lehrte gegangen, die sich speziell an geflüchtete Frauen richtete. Vivien Hellwig vom Flüchtlingsrat Niedersachsen skizzierte, welche Möglichkeiten es auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland gibt und welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen. Die Teilnehmerinnen, die aus Somalia, Senegal und Irak kommen, schrieben zunächst auf Kärtchen, welchen Job sie in ihrem Heimatland ausgeübt haben und was sie gern in Deutschland arbeiten würden. Köchin und Krankenschwester lauteten zwei der Berufsziele. „Interviews mit geflüchteten Frauen und Studien haben gezeigt, dass es einen sehr hohen Informationsbedarf beim Thema Arbeitsmarktzugang gibt“, sagt Hellwig, die beim Flüchtlingsrat das IQ Projekt-(Integration durch Qualifizierung) Fokus Flucht betreut. Infoveranstaltungen wie die im Lehrter AWO Wohnhaus seien wichtig, um den geflüchteten Frauen einen ersten Überblick zu verschaffen – und auch darüber, wo sie sich weitergehend informieren können.

Vivien Hellwig vom Flüchtlingsrat Niedersachsen skizzierte, welche Möglichkeiten es auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland gibt.

 

Im Anschluss an Hellwigs Vortrag konnten die Teilnehmerinnen, die von Sprachvermittlerinnen begleitet wurden, Fragen stellen. So wollten sie wissen, wo sie zusätzlich zu den Sprachkursen online Deutsch lernen können, ob es Sprachkurse mit Kinderbetreuung gibt und welche Ausbildungs- und Mini-Job-Möglichkeiten es gibt. „Zu einer richtigen Integration gehört auch eine Integration in den Arbeitsmarkt – sie ist genauso wichtig wie Freunde zu finden oder sich einem Sportverein anzuschließen“, sagt Susanne Stanke, Leiterin des AWO Wohnhauses. Ziel der AWO sei es, den Bewohnerinnen und Bewohnern stets alle Informationen zukommen zu lassen, die sie für eine erfolgreiche Integration benötigen. „Das heutige Angebot richtete sich speziell an Frauen, weil es bei ihnen Besonderheiten gibt wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, so Stanke.

 

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