Der offene Mittagstisch in der AWO Begegnungsstätte wird von den Anwohnerinnen und Anwohnern des Stadtteils gut angenommen.

„Ganz unkompliziert und niedrigschwellig“

Offener Mittagstisch: Ein Angebot der AWO für die Seniorinnen und Senioren in Anderten

Region Hannover/Hannover-Anderten. Heute gibt es Erbsencremesuppe mit Baguette und zum Nachtisch einen Obstsalat. „Alles frisch zubereitet“, betont Angela Engelke von Bruch. Zusammen mit Heike Bettermann und Claudia Branzke bildet sie das Team der ehrenamtlichen Helferinnen, die den offenen Mittagstisch in der AWO Begegnungsstätte in Anderten unterstützen. Das Angebot der AWO Seniorenarbeit findet alle 14 Tage dienstags statt. Die ersten Gäste sitzen schon am Tisch während in der Küche noch die Suppe abgeschmeckt und gewürzt wird.

„Schön, dich zu sehen.“ Nach und nach betreten immer mehr Seniorinnen und Senioren den Raum, begrüßen sich und setzen sich an die schön gedeckten Tische. „Ich habe richtig Hunger und freue mich aufs Essen“, bemerkt ein Gast. Pünktlich um zwölf Uhr wird das Essen serviert. Die drei Ehrenamtlichen rollen den Wagen mit den Speisen in den Raum. „Ich freue mich, dass Sie wieder dabei sind“, begrüßt Khatia Rauer die Gäste des Mittagstisches. Gemeinsam mit den Ehrenamtlichen reicht die AWO Mitarbeiterin die Suppe an die Gäste. Wer möchte, bekommt noch frische Minze und einen Klecks Crème fraîche dazu.

„Den offenen Mittagstisch bieten wir seit Mitte September vergangenen Jahres an“, berichtet Rauer, die das Angebot gemeinsam mit ihrer Kollegin Kaja Tippenhauer von der Seniorenarbeit der AWO Region Hannover organisiert. Ziel der Arbeit sei es dabei, Räume für ältere Menschen zu schaffen, in denen sie sich treffen, austauschen und ins Gespräch kommen können. „Ganz unkompliziert und niedrigschwellig“, wie Rauer betont.

Der Mittagstisch biete eine gute Möglichkeit, einfach mal vorbeizukommen. „Alleine essen macht keinen Spaß, das wissen wir alle. Aber gerade bei alleinstehenden älteren Menschen sinkt leider die Motivation, sich etwas zu kochen“, ergänzt Tippenhauer. „Mit unserem Angebot möchten wir sozusagen Magen und Seele stärken.“ Außerdem würden sie in den Gesprächen mit den Gästen erfahren, was ihnen wichtig ist, welche Bedürfnisse sie haben und welche Aktivitäten und Veranstaltungen sie sich in ihrem Stadtteil wünschen.

Bei den Anwohnerinnen und Anwohnern des Stadtteils kommt der offene Mittagstisch gut an. Bis zu 20 Personen seien jedes Mal dabei, und es kämen immer wieder neue dazu, sagt Rauer. Mehr Frauen als Männer – aber die Anzahl der Männer nehme zu. Das Mittagessen ist für die Teilnehmenden kostenlos. „Wer möchte, kann sich mit einer Spende beteiligen“, so Rauer. Eine Spendenbox stehe bereit.

„Der Mittagstisch ist ein tolles Angebot“, sagt Reinhard W., der von Beginn an dabei ist. „Ich brauche nicht zu kochen und muss nicht allein zu Hause essen.“  Rosa H. kommt sogar aus Ahlem hierher – „über eine Empfehlung“, erklärt die 68-Jährige. „Hier treffe ich nette Leute und bekomme frisches, gutes Essen.“ Und danach gebe es immer noch eine Tasse Kaffee, freut sich die Rentnerin.

Zum Hintergrund
Das Projekt „Essen verbindet – Aufbau eines offenen Mittagstisches in Anderten“ wird von der SHannoverStiftung gefördert. Der Bezirksrat Misburg-Anderten hat Geld für die Renovierung der Küche in der AWO Begegnungsstätte Walter-Clemens-Platz 1 in 30559 Anderten beigesteuert.

Text & Fotos: Gaby Kujawa/AWO

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