Mitglieder der SPD Regionsfraktion haben sich bei der AWO über das Projekt "Ausbildungsbegleitung in der Pflegeausbildung" informiert.

Dem Fachkräftemangel begegnen

AWO bietet sozialpädagogische Unterstützung und Begleitung Mitglieder der SPD Regionsfraktion haben sich über das Projekt „Ausbildungsbegleitung in der Pflegeausbildung“ informiert

Hannover. Die Corona-Pandemie hat einen neuen Fokus auf die Pflegeberufe gerichtet. Ihre Systemrelevanz ist zunehmend ins Zentrum der öffentlichen Wahrnehmung gerückt, hat aber auch den hohen Fachkräftemangel sowie die Arbeitsbedingungen in der Branche aufgezeigt.

Die Ausbildung zur Pflegefachkraft sei sehr anspruchsvoll und Jugendliche benötigten häufig mehr Hilfe und Unterstützung, um die Ausbildung zu durchlaufen, so Burkhard Teuber, Vorsitzender des Vorstandes der AWO Region Hannover. Und genau hier setze das Projekt ‚Ausbildungsbegleitung in der Pflegeausbildung‘ an“, erklärte Teuber den Abgeordneten der SPD-Regionsfraktion, die sich gestern über das Projekt bei der AWO informiert haben.

Ziel des Projektes, das die AWO an zwei Standorten – dem Diakonie-Kolleg Hannover und dem Diakovere Fachschulzenturm anbietet, ist es durch frühzeitige individuelle Unterstützung und Begleitung, Ausbildungsabbrüche in Pflegeausbildungen zu verhindern.

An den beiden Berufsschulen können sich Auszubildende aus zehn Klassen vor Ort beraten lassen. Themen der Beratung seien ausländerrechtliche Fragestellungen, Klärung der finanziellen Situation oder behördliche Angelegenheiten, aber auch familiäre oder gesundheitliche Probleme, erklärte AWO Beraterin Susanne Siegel. „Ich gehe direkt in die Klassen und frage nach, ob jemand ein Anliegen hat.“ Im Anschluss werde das Anliegen geklärt oder bei absehbar längerer Beratungsdauer ein Termin bei der AWO vereinbart.

„Wir freuen uns sehr, dass die Schülerinnen und Schüler diese Möglichkeit der Unterstützung bekommen können“, sagte Daniela Schmidt, stellvertretende Schulleiterin der Diakovere. Die Beratung und Begleitung der Auszubildenden führe dazu, dass sie sich besser auf ihre Ausbildung konzentrieren und diese erfolgreich abschließen können.

„Immer noch werden zu viele Ausbildungen abgebrochen. Gerade in Bereichen wie der Pflege, in denen ein Fachkräftemangel herrscht, ist das besonders fatal. Das Projekt der AWO setzt deshalb genau an der richtigen Stelle an“, resümiert Regina Hogrefe, wirtschafts- und beschäftigungspolitische Sprecherin der SPD-Regionsfraktion den Besuch.

Zum Hintergrund:
Das Projekt „Ausbildungsbegleitung in der Pflege“ ist bei der AWO Region Hannover der Jugendwerkstatt Nadelöhr angegliedert. Das Nadelöhr ist ein niedrigschwelliges Angebot für 21 junge Frauen im Vorfeld von beruflicher Qualifizierung, Ausbildung oder Beschäftigung. Zusätzlich werden die Teilnehmerinnen im Rahmen der Jugendhilfe intensiv sozialpädagogisch betreut. Die Erfahrungen und Qualifikationen der Fachkräfte fließen direkt in die soziale Arbeit des Projektes ein.

Die Finanzierung erfolgt durch die Landeshauptstadt Hannover und die Region Hannover. Die Förderdauer beträgt ein Jahr und wird jährlich neu beantragt.

Regina Hogrefe (vorne), Cornelia Busch (2. v. links) und Christina Schlicker (rechts) von der SPD Regionsfraktion haben sich bei dem AWO Vorsitzenden Burkhard Teuber, AWO Fachbereichsleiterin Gabriele Schuppe (2. v. rechts), AWO Mitarbeiterin Susanne Siegel und der stellv. Schulleiterin der Diakovere Daniela Schmidt (links) über das Projekt informiert.

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