30 Frauen und ein Mann haben jetzt den Kurs „Deutsch für Gesundheitsberufe und Berufe in der Kindertagespflege“ bei der AWO Region Hannover absolviert. Zum Abschluss ein Gruppenfoto im Grete-Hofmann-Saal mit einigen Teilnehmenden, den Lehrkräften und Sabine Johannes (mittlere Reihe, rechts), Leiterin der AWO Einrichtung Sprache und Integration.

Auf den Arbeitsmarkt in Deutschland vorbereiten

Qualifizierung für Geflüchtete bei der AWO kombiniert Spracherwerb und berufliche Orientierung 

 

Region Hannover/Hannover-Linden. 30 Frauen und ein Mann haben jetzt den Kurs „Deutsch für Gesundheitsberufe und Berufe in der Kindertagespflege“ bei der AWO Region Hannover absolviert. Zum Abschluss haben die Teilnehmenden einen Markt der Möglichkeiten im Grete-Hofmann-Saal der AWO im Ahrbergviertel in Linden organisiert, auf dem sie die Ergebnisse aus den Kursen vorgestellt haben. Die Qualifizierung sei eine große Chance gewesen, sagt eine Teilnehmerin: „Ich habe viel erfahren und Möglichkeiten kennengelernt, wie ich in Deutschland arbeiten kann.“

Ein Großteil der Teilnehmenden kommt aus der Ukraine und lebt seit Kriegsbeginn in der Region Hannover. Neben der Verbesserung der Deutschkenntnisse lag der Fokus bei dem vom Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderten Projekt darauf, berufliche Perspektiven zu vermitteln und Einblicke in die Arbeitswelt zu geben, erklärt Sabine Johannes, Leiterin der AWO Einrichtung Sprache und Integration. „Ziel der Qualifizierung war es, den geflüchteten Menschen die Möglichkeit zu bieten, sich in einem kompakten Zeitraum von zwei Monaten sprachlich und inhaltlich auf eine Berufsaufnahme in Deutschland vorzubereiten. „Als wir das Projekt konzipiert haben, wussten wir noch nicht, wer unsere Teilnehmenden sein würden“, berichtet Johannes. Alle seien hochqualifiziert und haben zum Großteil als Ärztinnen oder Lehrerinnen in ihren Heimatländern gearbeitet. Eine berufliche Perspektive zu entwickeln, sei für alle immens wichtig, wie die AWO Mitarbeitern betont: „Dabei ist die deutsche Sprache für die persönliche und berufliche Integration der Türöffner.“ Voraussetzung für die Teilnahme waren Kenntnisse der deutschen Sprache auf einem Sprachniveau von mindestens A2 oder B1.

Während der zweimonatigen Qualifizierung haben die Teilnehmenden an vier Tagen in der Woche am Deutschunterricht mit dem beruflichem Schwerpunkt Gesundheits- oder Erziehungsberufe teilgenommen. Ein Tag pro Woche stand für die berufliche Orientierung zur Verfügung, mit Exkursionen zum Beispiel zum Tag der offenen Tür bei der Diakovere, zu einer Berufsmesse, Vorträge vom Kitafachbereich der AWO oder Bewerbungstraining. Einige Teilnehmerinnen haben eine Woche lange in verschiedenen Arbeitsbereichen wie Schule, Arztpraxis oder Krankenhaus hospitiert.

Für den Großteil von ihnen stehe das sprachliche Vorankommen im Vordergrund, sagt Johannes. Entsprechende berufssprachliche Anschlusskurse konnten für die meisten gefunden werden. „Im beruflichen Bereich gehen sie das Approbationsverfahren an beziehungsweise versuchen, sich ihre Berufsabschlüsse anerkennen zu lassen.“ Eine Teilnehmerin habe nach der Hospitationswoche den Entschluss gefasst, sich beruflich umzuorientieren und eine Ausbildung zur Hebamme zu beginnen.

Neben den inhaltlichen Themen war die Vernetzung untereinander ein wichtiger Punkt. Dabei seien Freundschaften entstanden, die die Kurszeit überdauern werden, freut sich Johannes.

Text & Foto: Gaby Kujawa/AWO

30 Frauen und ein Mann haben jetzt den Kurs „Deutsch für Gesundheitsberufe und Berufe in der Kindertagespflege“ bei der AWO Region Hannover absolviert. Zum Abschluss ein Gruppenfoto im Grete-Hofmann-Saal mit einigen Teilnehmenden, den Lehrkräften und Sabine Johannes (mittlere Reihe, rechts), Leiterin der AWO Einrichtung Sprache und Integration.

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