Bastian Janke leitet das Zentrum für berufliche Entwicklung bei der AWO Region Hannover.

Passgenaue Angebote

AWO unterstützt Menschen bei ihrer beruflichen Entwicklung

Das Zentrum für berufliche Entwicklung ist eine von zwei Einrichtungen, die im Jahr 2019 aus dem ehemaligen Weiterbildungszentrum der AWO Region Hannover hervorgegangen ist. Diplom-Pädagoge Bastian Janke hat am 1. Juli die Leitung der neuen Einrichtung übernommen. Hier spricht Janke im Interview über das neue Zentrum und seine Ziele.

Welche Bereiche sind dem neuen Zentrum für berufliche Entwicklung zugeordnet?

Aktuell sind das die Bereiche Übergang Potenzialanalyse/Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler, die Jugendwerkstatt Nadelöhr, das Projekt „Stromspar-Check“, die Arbeitsangelegenheiten (AGH) und Beschäftigungsverhältnisse nach Paragraf 16i SGB II (Eingliederung von Langzeitarbeitslosen) sowie das Projekt “Ausbildungsbegleitung in der Pflegeausbildung”. Darüber hinaus bieten wir wechselnde Qualifizierungsmaßnahmen zur beruflichen Unterstützung und Entwicklung, wie zum Beispiel die jährlichen Pflichtfortbildungen für Betreuungskräfte/Alltagsbegleitende in der Pflege an.

Was hat sich durch die Aufteilung des ehemaligen Weiterbildungszentrums verändert?

Im Weiterbildungszentrum liefen unter anderem die berufsbezogenen Sprachkurse, die jetzt mit den Integrationskursen zusammengefasst sind in der Einrichtung „Sprache und Integration“. Der Schwerpunkt bei uns liegt darin, die Menschen in ihrer beruflichen Entwicklung zu unterstützen und/ oder sie an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt heranzuführen. Durch die Aufteilung können wir diese Arbeit weiter intensivieren. Wir reagieren mit passgenauen Angeboten und Projekten auf arbeitsmarktrelevante Veränderungen sowie sich ergebende Fachkräftebedarfslagen.

Welche Bereiche stehen aktuell im Vordergrund?

Aufgrund des erheblichen Bedarfs an Fachkräften in der Pflege ist im Dezember mit “QiBA” ein neues ESF-gefördertes Projekt gestartet, welches Menschen niedrigschwellig an die Berufe im Umfeld der Altenpflege heranführen soll. Für das kommende Jahr ist unter anderem die Durchführung einer Aktivierungsmaßnahme für Lehrkräfte mit ausländischer Berufsqualifikation geplant, die auf die Teilnahme an einer Anpassungsqualifizierung im Bereich Lehramt vorbereitet.

Wer kommt zu Ihnen, welche Menschen nehmen die Angebote des Zentrums für berufliche Entwicklung wahr?

Das sind zum Beispiel Menschen im Leistungsbezug des Jobcenters sowie Langzeitarbeitslose im Projekt Stromspar-Check oder junge Frauen bis 27 Jahren in der Jugendwerkstatt Nadelöhr. Es sind Menschen mit unterschiedlichen Vermittlungshemmnissen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Aber auch Schülerinnen und Schüler im Auftrag der jeweiligen Schulen kommen zu uns. Wir ermitteln dann gemeinsam mit ihnen im Assessmentcenter ihre jeweiligen persönlichen Stärken und Fähigkeiten und unterstützen sie mit zusätzlichen Coaching-Angeboten im Prozess der Berufsorientierung und Berufswahlentscheidung. Zu unseren Kunden gehören auch Fachkräfte, zum Beispiel die Alltagsbegleitungen in der Pflege, die jährlich eine Qualifizierung absolvieren müssen.

Wie sehen Sie die zukünftige Entwicklung des Zentrums?

Wir möchten uns gerne noch breiter aufstellen und den Menschen weitere Möglichkeiten der beruflichen Unterstützung anbieten. So planen wir den Bereich Pflege mit neuen Qualifizierungen und Projekten zu erweitern. Darüber hinaus wollen wir jährliche Qualifizierungsmaßnahmen für die Eingliederung von Langzeitarbeitslosen anbieten, um sie im Arbeitsalltag zu unterstützen.

Zur Person:

„Berufliche Bildung warschon immer mein Schwerpunkt“, betont Bastian Janke, der Erziehungswissenschaften mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung studiert hat. Janke kennt die AWO schon seit vielen Jahren:  2002 hat er seinen Zivil- dienst bei der AWO geleistet, während seines Studiums als Honorarkraft für das Kreisjugendwerk und das ehemalige Weiterbildungszentrum gearbeitet sowie als Mitarbeiter imBeratungszentrum für Integrations- und Migrationsfragen (BIM). Nach einem fünfjährigen Ausflug in die Wirtschaft ist er im Jahr 2016 wieder zurück zur AWO gegangen. „Hier bin ich wieder zu Hause“, wie er sagt.

Bastian Janke leitet das Zentrum für berufliche Entwicklung bei der AWO Region Hannover.

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