Sybille Storkmann* wohnt mit ihrer einjährigen Tochter seit Juli 2017 im Carré Spierenweg.

„Mein Leben wieder in den Griff bekommen“

Hilfe für Alleinerziehende und Schwangere im Carré Spierenweg

Hannover. „Ich bin hochschwanger hier eingezogen.“ Sybille Storkmann* wohnt mit ihrer einjährigen Tochter seit Juli 2017 im Carré Spierenweg, eine Einrichtung für Alleinerziehende und Schwangere der AWO Region Hannover. Die 32Jährige hat insgesamt fünf Kinder. Ihr ältester Sohn lebt in Köln in einer Behinderteneinrichtung, die beiden 8- und 9Jährigen in einer Pflegefamilie in Hildesheim und ihre 4jährige Tochter bei ihrem ehemaligen Freund. Bevor Storkmann in die AWO Einrichtung gezogen ist, hat sie gemeinsam mit ihm und ihrer  Tochter in einer Wohnung gelebt.

„2016 ist die Lage dann eskaliert“, erzählt Storkmann. „Mein Exfreund ist handgreiflich geworden und hat Sachen kaputt gemacht.“ Nachbarn hätten ihr geholfen. Er wurde von der Polizei abgeholt und bekam eine Bannmeile verordnet. Daran habe er sich aber nicht gehalten und sogar die Tür eingetreten. Eine Polizeistreife sei dann regelmäßig vorbeigekommen. „Irgendwann hat er uns dann in Ruhe gelassen. Storkmann hat dann einige Zeit später einen neuen Partner kennengelernt, von dem sie bald wieder schwanger war. „Ich habe mich zum damaligen Zeitpunkt nicht in der Lage gefühlt, mit zwei Kindern in einem Haushalt zu leben.“ Durch ein Hilfeplangespräch mit ihrer Familienbetreuerin sei sie auf das Carré Spierenweg aufmerksam geworden. „Mittlerweile fühle ich mich wohl hier“, erzählt Storkmann. „Am Anfang wollte ich niemanden an mich heranlassen.“ Das habe sich aber gelegt.

Storkmann hat im Mai dieses Jahres den Vater ihrer Tochter geheiratet, der in seiner eigenen Wohnung wohnt. Ihr Mann muss arbeiten, kommt aber ab und zu nach der Arbeit vorbei. „Wir bringen unsere Tochter dann gemeinsam ins Bett.“ Seitdem sei ihre Kleine viel ausgeglichener.

Storkmann möchte ihr Leben wieder in den Griff bekommen: Sie ist krank – hat Neurodermitis und Asthma, Schulden und leidet unter dem Verlust lieber Menschen, die ihr wichtig waren, wie ihre Oma, bei der sie aufgewachsen ist. „Ich trage ein Paket mit mir herum – ich will das alles aufarbeiten.“ Ihr Ziel ist es, gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einer Wohnung zu leben. Hier im Carré Spierenweg bekommt sie Unterstützung und Hilfe. Sie nimmt an den Gruppenangeboten der Einrichtung teil, macht den Haushalt, wäscht, geht einkaufen und lernt mit dem Geld zu haushalten. Ihre Tochter hat seit dem 1. August einen Krippenplatz. „Am wichtigsten ist es mir, mit meiner Tochter zusammen zu sein, nach der Krippe mit ihr zu spielen und Zeit für sie zu haben.“

*Name redaktionell geändert.

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