Ein Herz für die Ukraine, gebastelt von den Kita-Kindern, nahm Kinder Julia Bierwirth entgegen, als sie ihre Kinder abholte.

Kinder basteln Friedenslichter für die Ukraine

AWO Kita König-Ludwig-Straße in Wunstorf: Eltern, Nachbarn und Mitarbeitende spenden

Region Hannover/Wunstorf. Auf dem Tisch stehen zwei Boxen voller Folien-Schnipsel – die einen blau, die anderen gelb. Konzentriert klebt Britta zuerst die gelben Stückchen an das Glas, das vor ihr auf dem Tisch steht, anschließend sind die blauen Schnipsel dran. „Gut gemacht“, lobt Erzieherin Esther Krause, nachdem das Mädchen fertig ist, und bindet noch eine Schleife an das Glas. Fertig ist eines von vielen Windlichtern, die die Kinder der AWO Kita König-Ludwig-Straße in Wunstorf in den vergangenen Tagen gebastelt haben. „Das sind Friedenslichter für die Ukraine“, erklärt Meike Schmitz, Leiterin der AWO Kita. Die Windlichter können die Eltern gegen eine Spende „erwerben“. „Wir sind tief betroffen und wollten etwas tun – wir wollten unsere Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung zum Ausdruck bringen“, berichtet die Kitaleiterin.

Eine Mutter hatte die Idee, zunächst Sachspenden zu sammeln, die per Bus an die ukrainisch-polnische Grenze gebracht werden sollten. Schmitz nutzte die Kita-eigene App, um die Eltern um Spenden zu bitten. Die Resonanz war groß: Die Mütter und Väter der Kita, Anwohner aus der Nachbarschaft und die Mitarbeitenden spendeten Babynahrung, Hygieneartikel, unverderbliche Nahrungsmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs. „Eine Bus-Ladung voll haben wir schnell zusammenbekommen“, berichtet Schmitz. Der Bus hat die Spenden bereits an der Grenze abgeliefert und auf dem Rückweg Flüchtlinge mitgenommen, die in Barsinghausen untergebracht werden. Und eine zweite Fahrt mit weiteren Spenden sei bereits in Planung. „Es ist ein gutes Gefühl, ein wenig helfen zu können – und das so schnell“, betont Schmitz. 

Um auch Geld zu sammeln, kam die Idee mit den Windlichtern auf. Zusätzlich basteln die Kinder Herzen – ebenfalls aus dem Transparentpapier und Klebefolie. „Die Jungen und Mädchen bekommen schon mit, was in der Ukraine passiert und sie stellen uns Fragen. So fragen sie nach den Gründen des Krieges und wollen wissen, was mit den Geflüchteten passiert“, sagt Schmitz.

Noch bis Ende der Woche haben die Eltern der Kita Gelegenheit, ein Windlicht oder ein Herz gegen Spende zu erhalten. Die Spenden werden dann an die Stiftung Soziale Zukunft der AWO Region Hannover überreicht, die sie an AWO International weiterleitet. Das Geld fließt anschließend in die akute Nothilfe vor Ort.

Text & Fotos: Christian Degener/AWO

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