Präsentierten ihre Werke bei einer Ausstellung: Die Teilnehmerinnen der Jugendwerkstatt Nadelöhr. Auf dem Foto sind außerdem Vertreter*innen des Jobcenters, die AWO Mitarbeiter*innen und AWO Vorstand Gordon Braun (hinten, links) zu sehen.

Heranführung an den Arbeitsmarkt: Junge Frauen präsentierten ihre Werke

Ausstellung in der Jugendwerkstatt Nadelöhr

 

 

Region Hannover/ Hannover-Linden. Die Jugendwerkstatt Nadelöhr der AWO Region Hannover im Ahrbergviertel in Hannover-Linden unterstützt junge Frauen dabei, verlässliche Alltagsstrukturen aufzubauen und sich für eine Ausbildung oder einen Job zu qualifizieren. In den Räumen der Jugendwerkstatt, die die Bereiche Nähwerkstatt und Hauswirtschaft umfasst, präsentierten die Teilnehmerinnen im Alter von 17 bis 27 Jahren jetzt ihre Werke, die sie in den vergangenen Wochen und Monaten gefertigt haben. 

„Die Corona-Pandemie hat den praktischen Teil der Jugendwerkstatt eingeschränkt und bei vielen der jungen Frauen zu Stress und Unsicherheiten geführt. Die Praxis ist aber sehr wichtig, denn hier lernen sie ihre Kreativität und persönliche Fähigkeiten kennen. Deshalb ist es gut, dass unser Betrieb in den vergangenen Monaten normal laufen konnte“, berichtete Tatjana Makarowski, die Leiterin des Nadelöhrs. Die meisten Teilnehmerinnen haben einen Migrationshintergrund. Ziel sei es, ihnen berufliche Orientierung zu verschaffen und sie an den Arbeitsmarkt heranzuführen. „Viele von ihnen möchten eine Ausbildung beginnen“, so Makarowski.

Im Nadelöhr, das zum Zentrum für berufliche Entwicklung der AWO gehört, werden die Frauen in ihrer Lebens- und Berufsplanung unterstützt. Die AWO Mitarbeiterinnen helfen ihnen beim Erwerb der deutschen Sprache und bei den Bewerbungsunterlagen und sie vermitteln ihnen Kompetenzen in der Kinder- und Altenpflege sowie in der Textilverarbeitung. Die praktische, kreative Arbeit in der Textilwerkstatt und in der Küche mache den Teilnehmerinnen Spaß. „Neue Techniken ausprobieren, etwas selbst zu erschaffen – einfach kreativ sein lautet das Motto“, so Makarowski. Die Arbeit schule sie im Umgang mit verschiedenen Materialien und in der Strukturierung von Arbeitsabläufen und Prozessen, die für eine berufliche Eingliederung oder für eine weiterführende Ausbildung unerlässliche Fähigkeiten sind. Dabei brachten die Teilnehmerinnen viele Produktideen selbst ein.

Die Ausstellung zeigte Aquarellmalereien, Stick- und Stricksachen, handgefertigte Kuscheltiere, kleine Kissen in Herzform, Upcycling-Exponate wie Kopftücher, Schürzen, T-Shirts und eine bestickte sowie mit Nieten und Aufnähern verzierte Jacke. „Die Teilnehmerinnen können sehr stolz auf ihre Werke sein“, betonte Makarowski. Besonders stolz waren sie auf eine große Patchwork-Decke, auf die sie ihren Namen gestickt hatten. „Das sind viele kleine Erfolgserlebnisse – dadurch entwickeln sie Selbstvertrauen und werden bestärkt in ihren Fähigkeiten“, so die Einrichtungsleiterin. 

Das Sticken mache ihr sehr viel Spaß, sie könne dabei entspannen und gleichzeitig nachdenken, berichtete die 22-jährige Dorinda Denteh. „Wir waren alle sehr fleißig“, sagte Ekhlas Qasim, 20 Jahre alt. Ihr habe die Zubereitung des Essens und das Nähen und Sticken gefallen. Auch die Stimmung sei gut gewesen – freundschaftlich und kollegial sei der Umgang untereinander. „Es gibt einen großen Zusammenhalt.“ Dieser Aspekt gefiel auch Sara Sillo Abdi, 19 Jahre. „Wir sind alle wie Freunde, wir haben schon viel zusammen erlebt.“

Foto, Clip & Text: Christian Degener/AWO

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