Zeigen ein Plakat gegen Gewalt an Frauen (von links): AWO Frauenberaterin Johanna Pfizenmaier, Gleichstellungsbeauftragte Petra Pape, Polizist Uwe Bollbach und Anna Rotter vom Jugendamt.

Häusliche Gewalt: Experten in Telefonsprechstunde

Burgdorf: Aktion zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Region Hannover/ Burgdorf. Die Frauenberatungsstelle Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze der AWO Region Hannover hat sich anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen an einer telefonischen Sprechstunde mit Expertinnen und Experten in Burgdorf beteiligt. In der Zeit von 10 bis 14 Uhr konnten sich Interessierte und Hilfesuchende unter der eigens geschalteten Telefonnummer an Mitarbeitende der Polizei, des Jugendamts und der AWO Frauenberatungsstelle wenden. Uwe Bollbach, Präventionsbeauftragter der Polizeiinspektion, Franziska Heckmann und Anna Rotter vom Jugendamt sowie Johanna Pfizenmaier von der Frauenberatungsstelle standen den Anrufenden für ihre Fragen und Sorgen bereit. Die Telefonsprechstunde richtete sich sowohl an Frauen, die selbst von Gewalt betroffen sind, als auch an Nachbarn, Angehörige, Familienmitglieder, Arbeitskolleginnen und Freundinnen.

Doch wann rufe ich die Polizei an? Ist die Polizei überhaupt die richtige Adresse? „Lieber einmal öfter als einmal zu wenig anrufen“, rät Bollbach. Durch nachbarschaftliche Solidarität und Aufmerksamkeit könne Frauen geholfen werden, Wege aus gewaltgeprägten Beziehungen und neue Handlungsmöglichkeiten zu finden. „Bereits im Vorfeld der Aktion wurde das Angebot in Anspruch genommen“, berichtet AWO Frauenberaterin Johanna Pfizenmaier. „Eine besorgte Familienangehörige rief in der Frauenberatungsstelle an und berichtete von der gewaltgeprägten Beziehung einer Verwandten.“ Das Telefonat habe ihr geholfen, Handlungssicherheit zu finden. Über Beobachtungen zu sprechen, könne sehr entlastend wirken und einen ersten Weg in Richtung Hilfestellung darstellen. „Ein Anruf in der Beratungsstelle kann mit Unsicherheiten verbunden sein“, weiß Johanna Pfizenmaier aus ihrer Arbeit als Beraterin. Die Möglichkeit einer unbürokratischen Kontaktaufnahme helfe, Hemmschwellen abzubauen und einen ersten Eindruck der Beratungsstelle zu bekommen.

Initiiert wurde die Telefonsprechstunde durch die Mitglieder des Arbeitskreises Häusliche Gewalt in Burgdorf unter Leitung der Gleichstellungsbeauftragten Petra Pape. Die Fachkräfte Den Vormittag nutzten den Vormittag auch, um ihre Kooperation zu stärken und sich über weitere Themen auszutauschen. Dabei ging es u.a. um Stalking, Kinderpornografie im Internet, Enkeltrickbetrügereien, über Verbündete im Gewaltschutz und über die Grenzen beim Datenschutz.

Die AWO Frauenberatung unterstützt Frauen kostenlos und vertraulich. In Burgdorf wird dienstags und donnerstags (nicht in der 4. Kalenderwoche) nach vorheriger Terminvereinbarung über die Telefonnummer 05132 82 34 34 beraten. Die Gespräche finden in den Räumen des Senioren- und Pflegestützpunktes, Burgdorfer Land Region Hannover, Hannoversche Neustadt 53 in 31303 Burgdorf statt.

Fotos: Christian Degener/AWO, Text: Gaby Kujawa/ AWO, Petra Pape/ Stadt Burgdorf

Zeigen ein Plakat gegen Gewalt an Frauen (von links): AWO Frauenberaterin Johanna Pfizenmaier, Gleichstellungsbeauftragte Petra Pape, Polizist Uwe Bollbach und Anna Rotter vom Jugendamt.

Hielten eine Telefonsprechstunde ab (von links): AWO Frauenberaterin Johanna Pfizenmaier, Gleichstellungsbeauftragte Petra Pape, Franziska Heckmann vom Jugendamt und Polizist Uwe Bollbach.

 

Kontakt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Gaby  Kujawa
Wilhelmstraße 7
30171 Hannover
Tel. 0511 8114-261
Fax: 0511 8114-250
E-Mail
Christian Degener
Wilhelmstraße 7
30171 Hannover
Tel. 0511 8114-259
Fax: 0511 8114-250
E-Mail
Beitrag teilen:
Vom Hort zum Ganztag

Vom Hort zum Ganztag Region Hannover/ Hannover-Vahrenwald. Nach 17 Jahren ist Schluss: Der AWO Hort in der Grundschule Alemannstraße hat sich jetzt mit einem kleinen Abschiedsfest von den Kindern verabschiedet. Es ist der erste AWO Hort, der schließen muss. Nach den Sommerferien gibt es...

Mehr als 4000 Euro für Unwetter-Opfer

Mehr als 4000 Euro für Unwetter-Opfer Region Hannover/ Hannover. Tausende Menschen blicken nach dem Unwetter in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz auf die Trümmer ihrer Existenz. Viele verloren in den Fluten auch all ihre Erinnerungen an ihr bisheriges Leben wie zum Beispiel Familienfotos. „Die Dimension des Unwetters ist...

Sprach- und Teilhabeprojekt erfolgreich beendet

Sprach- und Teilhabeprojekt erfolgreich beendet Region Hannover/ Hannover. Seit dem Jahr 2017 besteht eine kooperative Zusammenarbeit zwischen Volkswagen Nutzfahrzeuge Hannover, der Flüchtlingshilfe des Volkswagen Konzerns und der Landeshauptstadt Hannover im Bereich der berufsbezogenen Deutschförderung für Geflüchtete. Umgesetzt wurden mittlerweile drei Projektphasen von „Deutsch 360 Grad“...

Suche
Coronavirus: Aktuelle Informationen aus unseren Einrichtungen.Weitere Informationen
+