Kristine Heinzendorf, neue Leiterin des AWO Familienzentrums Schweriner Straße.

Erst als Kind in der Einrichtung, später als Führungskraft

AWO Familienzentrum Schweriner Straße: Kristine Heinzendorf löst Birgit von Dulak-Teichert als neue Leiterin ab

Region Hannover/ Hannover-Kleefeld. „Ich habe mein halbes Leben in dieser Einrichtung verbracht – mir gefällt es hier anscheinend“, sagt Kristine Heinzendorf, neue Leiterin des AWO Familienzentrums Schweriner Straße in Kleefeld, und lacht. Die 34-Jährige hat die Kita bereits als Kind besucht und später, nach Beendigung ihrer Ausbildung und einem Abstecher in einer anderen AWO Kita, war sie hier 13 Jahre lang als Erzieherin tätig. „Ich fing an, als die Einrichtung 2008 zum Familienzentrum wurde – das hat mich damals gereizt“, sagt Heinzendorf, die Birgit von Dulak-Teichert ablöst, die die Einrichtung 30 Jahre lang führte. Heinzendorf hat ihre Vorgängerin viele Jahre erlebt – als Erzieherin aus Sicht eines Kindes und später als Chefin, die sie gefördert hat. „Sie hat mich auch als Nachfolgerin vorgeschlagen – eigentlich ist es ungewöhnlich, dass ein langjähriges Teammitglied die Leitung übernimmt“, so Heinzendorf. „Sie war eine tolle Chefin und Kollegin – wir sind ihr als Team sehr dankbar.“

Die AWO Kita ist eine der größten in Kleefeld. 105 Kinder werden hier betreut – 75 in der Kita und 30 im Hort. „Am Anfang hatte ich ein wenig Angst vor dieser neuen Herausforderung, aber dieser kurze Moment wurde schnell von Vorfreude abgelöst“, erinnert sich Heinzendorf. Um Leiterin zu werden, hat die Mutter einer neunjährigen Tochter nebenbei ein Fernstudium zur Fachwirtin Kita- und Hortmanagement absolviert. Ihr erstes großes pädagogisches Ziel für die Kita: Die Einführung der sogenannten Offenen Arbeit, wonach die Kinder nicht mehr in Gruppen und Räume eingeteilt sind, sondern sich unter geregelten Rahmenbedingungen nach ihren Bedürfnissen frei bewegen und entfalten können. „Sie lernen dadurch früh Selbstorganisation und Selbstständigkeit – das hilft ihnen später in der Schule und im Berufsleben“, sagt Heinzendorf. Die Corona-Pandemie habe diese bereits seit längerem geplante pädagogische Weiterentwicklung ausgebremst. Außerdem seien die räumlichen Gegebenheiten der in den 70er Jahren erbauten Kita nicht einfach, aber man arbeite daran. Außerdem will die neue Leiterin das Außengelände attraktiver gestalten, zum Beispiel mit Pflanzen und einem Hochbeet. Geld habe sie dafür bereits bei der Stadt beantragt.

In ihrem Büro klingelt ständig das Telefon, trotzdem steht ihre Bürotür immer offen. „Ich will ansprechbar sein – und ich mag den Trubel.“ Offenheit und Transparenz seien ohnehin eine wichtige Leitlinie der Einrichtung. „Als Familienzentrum sind wir offen für den gesamten Stadtteil“, betont Heinzendorf. Der Schritt von der Kita zum Familienzentrum, den sie damals als Erzieherin begleitete, habe der Einrichtung „einen richtigen Schub gegeben“. Sie habe sich zur Institution entwickelt, mit Angeboten für die Familien im Stadtteil: von Yoga über Sprachkurse bis hin zu Elterncafés habe man ein breit aufgestelltes und gefragtes Angebot. Man sei gut vernetzt und arbeite sehr gut mit der Grundschule im Kleefelde zusammen, die die meisten Kinder im Anschluss an ihre Zeit in der Kita besuchen.

Viele Kinder kennen Heinzendorf noch aus ihrem Gruppendienst – für sie sei es ungewöhnlich, ihre ehemalige Erzieherin nun in dieser neuen Position zu erleben. „Sie sagen mir oft, dass sie mich vermissen, und fragen, wann ich wieder in ihre Gruppe zurückkomme“, sagt Heinzendorf. Und auch wenn sie schon viele Jahre in der Einrichtung verbracht hat, sollen es noch viele weitere werden. „Ich fühle mich hier einfach wohl.“

Text & Foto: Christian Degener/AWO

Kristine Heinzendorf, neue Leiterin des AWO Familienzentrums Schweriner Straße.

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