Stromspar-Berater Rüdiger Harms (von links), Zeinab Himadi, Raja Mazed, AWO-Mitarbeiterin Karin Emse und Iman Arzouni vor dem Bunten Haus Mühlenberg. Die drei Frauen besuchen regelmäßig den AWO Elterntreff und haben bereits einen Termin für einen Stromspar-Check verabredet.
Foto: Christian Degener/AWO

Energie einsparen und Zoo-Jahreskarte gewinnen

AWO Elterntreff Mühlenberg: Mitarbeitende machen Werbung für den kostenlosen Stromspar-Check

Hannover-Mühlenberg. Läuft die Toilettenspülung zu lange? Sind meine alten Glühbirnen Stromfresser? Warum ist meine Stromrechnung so hoch? Mit Fragen wie diesen können sich Menschen aus einkommensschwachen Hauhalten an den für sie kostenlosen Stromspar-Check wenden, der von der AWO Region Hannover in enger Kooperation mit der gemeinnützigen Klimaschutzagentur Region Hannover angeboten wird. Die Stromsparberater/innen kommen dann direkt zu den Menschen nach Hause, überprüfen den Energieverbrauch und unterstützen die Haushalte mit kostenlosen Energiesparprodukten wie LED, schaltbare Steckerleisten oder einem Wasserspar-Duschkopf. Mitarbeitende der AWO haben jetzt für den Check im Elterntreff der AWO im Stadtteil Mühlenberg geworben. „Familien mit geringen Einkommen sollen für sich entdecken, dass sie bei der Energienutzung Geld sparen können – dass es sich finanziell lohnt, etwas für die Umwelt zu tun“, sagt Beate Kopmann, Leiterin der AWO Familienbildung.

Iman Arzouni, regelmäßige Besucherin des Elterntreffs, hat fünf Kinder, die jeden Tag duschen, was viel Wasser und Energie verbraucht. „Ich habe das Gefühl, dass der Duschkopf defekt ist“, sagt Arzouni. AWO Stromsparberater Rüdiger Harms nickt – er kennt das Problem. „Häufig lassen Duschköpfe und Wasserhähne zu viel Wasser durch. Den Durchfluss kann man oft mit dem Einbau eines Perlators reduzieren, der Sauerstoff beimischt“, erklärt er. Damit ließe sich der Wasserverbrauch häufig auf sieben Liter pro Minute reduzieren, während bei veralteten Armaturen 12 bis 14 Liter verbraucht werden. Arzouni ist überzeugt, ein Termin wird vereinbart: Harms wird sich das Problem in Kürze vor Ort anschauen.

Auch Zeinab Himadi besucht regelmäßig den AWO Elterntreff und freut sich, den Energieverbrauch in ihrem Haushalt überprüfen lassen zu können. „Ich habe Energiesparlampen und möchte erfahren, was wir noch tun können, um Energie einzusparen“, sagt die Mutter von zwei Kindern. „Am besten sind LED-Lampen – die sind verbrauchsarm und verlieren auch nach langer Nutzung nicht an Strahlkraft“, weiß Harms. Alte Glühbirnen und Halogenlampen werden von den Stromsparberatern kostenlos ausgetauscht. Sorgen bereiten Himadi auch die Wasserhähne in ihrer Wohnung. „Es kommt einfach zu viel Wasser raus. Gerade in diesen Zeiten, in denen man sich noch öfter die Hände wäscht, summiert sich das.“

Raja Mazed hat ein anderes Problem: Es dauert lange, bis das Wasser in ihrer Wohnung erhitzt wird. „Das Wasser läuft erst einmal ewig, wodurch wir einen viel zu hohen Wasserverbrauch haben“, berichtet die Mutter von zwei Kindern. „Vielleicht ist der Boiler falsch eingestellt – ich kann mir das ansehen“, sagt Harms. Auch Mazed vereinbart einen Termin. „Der Termin dauert ungefähr eine Stunde – am Ende schreibe ich einen Bericht“, erklärt Harms den Frauen. Den Bericht können die Frauen gegebenenfalls an ihre Vermieter weiterreichen.

Beutel mit Info-Materialien zum Stromspar-Check liegen weiterhin am Eingang des Bunten Hauses am Stauffenbergplatz aus, wo der AWO Elterntreff untergebracht ist. Zusätzlich zur Energieeinsparung und der damit verbundenen Senkung der Kosten gibt es einen weiteren Anreiz zur Teilnahme am Stromspar-Check: Bei einem Rätsel-Gewinnspiel gibt es unter anderem eine Familien-Jahreskarte für den Zoo Hannover zu gewinnen. Das gelöste Rätsel nimmt der Elterntreff entgegen.

Stromspar-Berater Rüdiger Harms (von links), Zeinab Himadi, Raja Mazed, AWO-Mitarbeiterin Karin Emse und Iman Arzouni vor dem Bunten Haus Mühlenberg. Die drei Frauen besuchen regelmäßig den AWO Elterntreff und haben bereits einen Termin für einen Stromspar-Check verabredet.
Foto: Christian Degener/AWO

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