Eine handgenähte Puppe als Gastgeschenk

Russische Pädagogen informierten sich in der AWO Kita Kapellenbrink über Kinderbetreuung in Deutschland

Leiterinnen und Leiter von Kindertagesstätten in und um Moskau. AWO Geschäftsführer Burkhard Teuber begrüßte dir russische Truppe.

Am Ende gab es einen kräftigen Applaus, eine Flasche Wodka und eine Puppe, genäht von Kita-Kindern in Moskau: Rund zwei Stunden haben sich Kindertagesstätten-Leitungen aus Moskau und Umgebung am 19. Februar 2018 in der Kita Kapellenbrink der AWO Region Hannover über die Kinderbetreuung in Deutschland informiert. Anlass ist ihr Besuch auf der am 20. Februar 2018 eröffneten Messe didacta in Hannover.

Nach einem Rundgang durch die Räume der Einrichtung erklärte Burkhard Teuber, Geschäftsführer der AWO Region Hannover, den Gästen die Entstehung und Bedeutung der Arbeiterwohlfahrt in Deutschland und die Werte, für die die AWO seit mittlerweile 99 Jahren steht. Solidarität, Gerechtigkeit, Freiheit, Toleranz und Gleichheit seien die Leitlinien der AWO, die sich auch erlauben dürfe, politisch Stellung zu beziehen. „Wir sind einer von fünf Wohlfahrtsverbänden in Deutschland und haben 400.000 Mitarbeiter – allein 1400 in der Region Hannover“, sagte Teuber.

Mit interessierten Blicken registrierten die russischen Pädagogen die offenen Räume der Kita und die Bewegungsfreiheit der Kinder. „Bei uns in Russland ist alles noch ein wenig konservativer“, räumte Dolmetscher und Projektleiter Enrico Koch ein. Ob die Kinder nach dem Waldorfkonzept betreut werden, wollte eine Leiterin wissen. „Nein, wir betreuen nach dem Situationsansatz, bei dem wir jedes Kind individuell nach seinen Bedürfnissen betrachten und fördern“, erklärte Teuber. Ob dieser pädagogische Ansatz auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten Bestand haben werde, wollte eine andere Leiterin wissen. Pädagogik ist immer in Bewegung – wir entwickeln die Betreuung stetig weiter und beschäftigen uns mit ständig mit den neuesten pädagogischen Ansätzen“, betonte AWO Fachbereichsleiterin Ingrid Kröger. Die AWO habe sogar eine Fachberatung bestehend aus sechs Mitarbeitenden, die sich um die Weiterentwicklung der pädagogischen Konzepte kümmere und den Erzieherinnen und Erziehern mit Rat und Tat zur Seite stehe.

Wo die Kinder schlafen können und was passiert, wenn sie krank sind, lauteten zwei weitere Fragen der russischen Gäste. Es gebe verschiedene Räume, in denen sich die Kinder ausruhen könnten, erklärte Einrichtungsleiterin Martina Zakowski. Wenn ein Kind krank werde, müssten die Eltern ihre Kinder abholen, damit eine Ansteckung möglichst verhindert werde. Jeder Elternteil dürfe für die Betreuung des kranken Kindes zehn Arbeitstage im Jahr frei nehmen – so sei der gesetzliche Anspruch in Deutschland geregelt, erklärte Teuber.

Nach rund zwei Stunden und einem regen Austausch machte sich die russische Delegation wieder auf den Weg. Als Dank für die Gastfreundschaft erhielt Zakowski eine Puppe gekleidet in russischer Tracht, die die Kinder einer Kita in Moskau genäht haben. Und für Teuber gab es eine Flasche Wodka.

Kontakt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Gaby  Kujawa
Wilhelmstraße 7
30171 Hannover
Tel. 0511 8114-261
Fax: 0511 8114-250
E-Mail
Christian Degener
Wilhelmstraße 7
30171 Hannover
Tel. 0511 8114-259
Fax: 0511 8114-250
E-Mail
Beitrag teilen:
Auf zum Marathon-Wochenende…

Auf zum Marathon-Wochenende… Region Hannover/ Hannover. Zelt aufbauen, Startnummern für die Kinder verteilen, Kuchenspenden abholen, Equipment zusammenpacken und Laufshirts verteilen – bei der AWO laufen die letzten Vorbereitungen für das Marathon-Wochenende. Seit 24 Jahren ist die AWO Region Hannover unter dem Motto „AWO...

„Ein Freund wie kein anderer“

„Ein Freund wie kein anderer“ Region Hannover/Uetze. „Die Kinder hatten sich den Bundeskanzler oder den Bürgermeister als Vorleser gewünscht – es ist dann der Bürgermeister geworden“, sagte Carolina Brosig, stellvertretende Einrichtungsleiterin des Familienzentrums Schapers Kamp der AWO Region Hannover in Uetze, mit einem Schmunzeln. Bürgermeister...

Geflüchtete lernen schwimmen

Geflüchtete lernen schwimmen Region Hannover/ Hannover. „Wir sind es schon gewohnt, hier einzuspringen“, sagt Dr. Udo Niedergerke von der Ricarda und Udo Niedergerke Stiftung, die jetzt einen weiteren Schwimmkurs für Geflüchtete in der AWO Welle finanziert hat, dem Schwimmbad der AWO Region Hannover...

Suche
Coronavirus: Aktuelle Informationen aus unseren Einrichtungen.Weitere Informationen
+