„Wir finden in Krisen den Weg für Veränderung“, steht auf den Postkarten der AWO Beratungsstelle, die am Infostand verteilt wurden. Das Foto zeigt die AWO Beraterinnen mit der Burgdorfer Gleichstellungsbeauftragten Petra Pape (links), dem Polizeihauptkommissar Uwe Bollbach, Beauftragter für Kriminalprävention (4.von rechts), und Burgdorfs stellvertretendem Bürgermeister Matthias Paul (hinten, links).

„Ein wichtiges Element in unserem Beratungsnetzwerk“

Seit 15 Jahren in Burgdorf: AWO Frauenberatungsstelle informierte vor dem Kindergarten Wes

Hannover/ Burgdorf. Trennung, Scheidung und damit einhergehende finanzielle Probleme sind derzeit die häufigsten Gründe, warum sich Frauen aus Burgdorf an die Frauenberatungsstelle für Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze der AWO Region Hannover wenden. Dies berichtete AWO Mitarbeiterin Brigitte Mende heute am Rande eines Infostandes vor dem Kindergarten Weststadt in Burgdorf. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Sarah Ogiermann sowie der Burgdorfer Gleichstellungsbeauftragten Petra Pape stellte Mende das Beratungsangebot anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Beratungsstelle Passantinnen und Passanten vor. Bei einer Tasse Kaffee vom AWO Café Mobil sind sie dabei mit vielen Burgdorfer Frauen ins Gespräch gekommen. „Wir finden in Krisen den Weg für Veränderung“, steht auf der Postkarte der Beratungsstelle zum 15-jährigen Bestehen, die sie verteilten – „für die Frauen und gemeinsam mit ihnen“, sagte Mende. Die Beraterinnen wollen insbesondere auch Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, ermutigen, zur Beratung zu kommen. „Wir unterstützen sie dabei, neue Wege in ein selbstbestimmtes Leben zu finden.“ Ein großes Problem in der Beratungsarbeit sei derzeit auch das Thema fehlender Wohnraum. „Immer mehr Frauen suchen verzweifelt eine Wohnung“, berichtete Mende. Gerade Alleinerziehende hätten es da besonders schwer.

Auch Burgdorfs stellvertretender Bürgermeister Matthias Paul (SPD) schaute am AWO-Stand vorbei. „Die Frauenberatungsstelle der AWO ist ein sehr wichtiges Element in unserem Beratungsnetzwerk in Burgdorf“, sagte Paul. „Ich bin sehr froh, dass wir das Beratungsangebot in Burgdorf ausweiten konnten und damit den Bedarf decken können“, sagte Pape. Es sei wichtig, dass den Frauen in Krisensituationen ein breites und wohnortnahes Beratungsangebot zur Vergnügung steht. „Auch wenn die Beratungsstelle in Lehrte angesiedelt ist, kommen die AWO Mitarbeiterinnen auch nach Burgdorf, wenn es nicht anders geht“, sagte Pape, die die gute Zusammenarbeit mit der AWO lobte. „Es ist ein kostenloses Beratungsangebot“, ergänzte Ogiermann.

In den vergangenen 15 Jahren wurden die Beratungsangebote ausgebaut und weiterentwickelt – immer an den speziellen Bedürfnissen der Frauen orientiert: Vorträge zum Thema Prävention, welche die Frauen in ihrem belasteten Alltag stärken oder ein spezielles Gruppenangebot für Frauen in Trennungssituationen. Einmal im Monat bietet die Frauenberatungsstelle eine allgemeine Rechtsinformation durch eine Rechtsanwältin für Frauen an. Die AWO Mitarbeiterinnen beraten Frauen in Krisensituationen, zum Beispiel bei persönlicher und beruflicher Überforderung, bei Trennung und Scheidung, bei Stalking oder bei häuslicher und sexueller Gewalt. Das Beratungsangebot ist vertraulich, anonym und parteilich.

Die Beratungsstelle arbeitet außerdem in verschiedenen Netzwerken mit den Gleichstellungsbeauftragten, den vor Ort bestehenden Ämtern, Institutionen und Facheinrichtungen zusammen, um Frauen gegebenenfalls in andere Hilfsangebote zu vermitteln. Jedes Jahr nehmen circa 140 Frauen mit vielschichtigen Problemen die Beratungsstelle in Anspruch. Die Frauenberatungsstelle wird von der Region Hannover, dem Land Niedersachsen, den Städten Burgdorf, Lehrte, Sehnde und der Gemeinde Uetze gefördert.

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