Ein großes Sport- und Familienfest

AWO rennt seit 21 Jahren gegen Rassismus und für Integration

„AWO gegen Ausgrenzung – Unsere Sprache ist Integration“ – die AWO Region Hannover war zum 21sten Mal auf dem HAJ Marathon dabei. Im Jubiläumsjahr der AWO waren 517 Kinder, 225 Jugendliche und Erwachsene und 100 Helferinnen und Helfer am 6. und 7. April 2019 bei strahlendem Sonnenschein im Einsatz: Alle in den gleichen roten Shirts mit dem aufgedruckten Motto.

100 Jahre AWO – darauf sind wir stolz, das wollen wir allen zeigen und mit unseren Shirts auffallen“, betont Dirk von der Osten, stellvertretender AWO Geschäftsführer und Mitorganisator der Aktion „AWO rennt“. „Seit 21 Jahren laufen wir unter dem Motto – und es hat sich nichts geändert“, erklärt von der Osten. In den letzten fünf Jahren hätten die rechtsextremen, rassistischen Gewalttaten gegen Menschen anderer Nationalitäten und nicht christlichen Glaubens stark zugenommen. „Die Zahlen sind sprunghaft angestiegen.“ Deshalb sei es gut und richtig, dass uns das Bündnis für Solidarität, Toleranz und gesellschaftlichen Zusammenhalt „Niedersachsen packt an“ bei unserer Aktion unterstützt. „Populismus greift immer mehr um sich“, erklärt AWO Geschäftsführer Burkhard Teuber. „Dass es auch anders geht, beweisen wir mit unserer Aktion gegen Rassismus auf der jährlichen Marathon-Veranstaltung.“ Sport hebe die Grenzen zwischen politischen, konfessionellen und ethnischen Zugehörigkeiten auf. Alle Teilnehmenden – ob Laufende oder Helfende – fühlten sich durch die gemeinsame Aktion miteinander verbunden. „Auch so ein Thema kann mit viel Spaß begleitet werden“, sagt Teuber. AWO Fachbereichsleiterin Gabriele Schuppe wünscht sich, dass immer mehr Läuferinnen und Läufer für die AWO starten. „Das ist unser gelebtes Motto.“

Wie eine rote Wand standen die AWO Kinder zum obligatorischen Fototermin kurz vor dem Start des Kinderlaufes auf der Treppe vor dem Neuen Rathaus. Der Kinderlauf war wie jedes Jahr Höhepunkt des Marathon-Wochenendes. Viele AWO Kitas haben die Kinder darauf vorbereitet, mit Trainingseinheiten, Übungsläufen und Gesprächen zum Motto, unter dem sie laufen – so wie auch die AWO  Kita Tresckowstraße in Wettbergen. Der Kinderlauf ist zu einem festen Programmpunkt in den Kindertagesstätten der AWO Region Hannover geworden. Dabei gehe es nicht darum, am Schnellsten ins Ziel zu kommen, sondern um das gemeinsame Laufen und das Durchhalten“, erklärt Kitaleiter Reinhard Loewe.

Die AWO hat während des Marathon-Wochenendes ein buntes Programm mit Hüpfburg und Kletterberg, Rollenrutsche, Kinderschminken, Bastelaktionen und Glücksrad für die ganze Familie organisiert. Unter der Überschrift „Eine bessere Welt“ gab es eine ganz besondere Kunst-Mitmach-Aktion. Auf kleinen Stofffähnchen haben Kinder und Eltern ihre Wünsche aufgeschrieben oder gemalt. So wünscht sich die dreijährige Lina aus der AWO Kita Burgwedeler Straße ganz viel Liebe auf der Welt und hat ein Herz gezeichnet. „Mehr Wasser für alle“, „Glückliche Kinder“, „Redet miteinander“ oder „Keine Armut“ – insgesamt sind mehr als 150 Wünsche für eine bessere Welt zusammengekommen. Mit seiner Aktion möchte der Künstler Bernd Sidon den Kindern die Natur wieder näher bringen.

Auch auf der Hauptbühne auf dem Trammplatz war die AWO vertreten. Unter dem Namen „The Group of Mr. G.“ haben die Trommelkids aus der AWO Kita/Familienzentrum Freudenthalstraße eine mitreißende Trommelsession unter der Leitung von  Greg Perrineau präsentiert. Der Musikpädagoge war Gründer und Bandmitglied von Erruption. Über die Musikschule Hannover kommt er einmal in der Woche in die Kita und trommelt zusammen mit den Hortkindern.

Zur Entspannung standen die AWO Liegestühle bereit. Das bunte Zirkuszelt war Treffpunkt, Anlaufstelle und Versorgungsstation für die Kinder und ihre Familien sowie für die Läuferinnen und Läufer. Viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer – AWO Mitarbeitende, Ehemalige, Freundinnen und Freunde oder Familienangehörige – haben Kuchen gebacken, Obstspieße vorbereitet, Getränke und Essen ausgegeben, Spielaktionen geplant und durchgeführt oder auf- und abgebaut. Rund 100 Helfende waren dabei – und alle waren sich einig: „Es war ein tolles Wochenende.“

Der Termin für das nächste Marathon-Wochenende steht schon fest: am 25. und 26. April 2020 rennt die AWO zum 22. Mal.

 

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