Kita-Leiterin Solin Isamaddin im Flur der AWO Kita Schleswiger Straße.

Die junge Krippen-Leiterin

26-jährige Solin Isamaddin hat Soziale Arbeit studiert und ist seit Oktober für die AWO Krippe Schleswiger Straße verantwortlich

Hannover-Vahrenwald. Sie ist jung, motiviert und es ist ihre erste Leitungsstelle: Solin Isamaddin ist künftig für die AWO Krippe Schleswiger Straße verantwortlich. Die 26-Jährige hat die Stelle im hannoverschen Stadtteil Vahrenwald zum Monatsbeginn angetreten und Corinna Breuer abgelöst, die die Krippe acht Jahre lang leitete. Mit 26 Jahren ist Isamaddin nicht nur eine junge Führungskraft, sondern die jüngste unter den 53 AWO Kita-Leitungen. „Ich freue mich sehr auf diese neue Aufgabe“, sagt Isamaddin, die nicht wie die meisten Kita-Mitarbeitenden Erzieherin gelernt, sondern Soziale Arbeit studiert hat. Ihr Anerkennungsjahr absolvierte sie im Kreisjugendwerk der AWO, anschließend sammelte sie drei Jahre lang Praxiserfahrung als Erzieherin in der AWO Kita Tresckowstraße in Wettbergen. „Ich wollte immer mit Jugendlichen oder Kindern arbeiten – jetzt sind es sehr kleine Kinder geworden“, sagt Isamaddin und lacht.

In der Krippe ist sie mit ihrem Team für 27 Kinder im Alter von sechs Monaten bis drei Jahren verantwortlich, aufgeteilt in zwei Gruppen. „Wir haben ein tolles Team und engagierte Eltern. Das sind beste Voraussetzungen“, sagt Isamaddin, die im Alter von vier Jahren nach Deutschland kam, weil ihre Familie aus dem Irak flüchtete. Sie selbst arbeitet auch in den Gruppen mit – zehn Stunden ihrer Stelle sind jedoch pro Woche für Leitungstätigkeiten reserviert.

Die junge Leiterin hat sich vorgenommen, die „Offene Arbeit“ in der Krippe zu etablieren. „Das ist moderne Pädagogik, die sich dadurch auszeichnet, dass die Kinder freier sind und sich besser entfalten können, weil sie ihren Interessen nachgehen dürfen“, so Isamaddin. Bei der Offenen Arbeit gebe es keine starren Tagesstrukturen mit festgelegten Aktivitäten und die Kinder dürfen sich aussuchen, was, mit wem und wo sie spielen. Zuvor hatte sie mit drei- bis sechsjährigen, nun mit den Jüngsten – was bedeutet das für die tägliche Arbeit? „Die Kommunikation findet noch nicht so sehr über Sprache statt, unsere beruht mehr auf Aufmerksamkeit und Zuwendung“, berichtet Isamaddin.

Die AWO Krippe Schleswiger Straße wurde vor zehn Jahren eröffnet – Besonderheit: Der Eingang zur Einrichtung erfolgt durch das benachbarte Seniorenzentrum des AWO Bezirksverbandes. Im selben Gebäude befindet sich außerdem ein Pflegeheim. „Wir kooperieren mit ihnen. Seniorinnen und Senioren besuchen uns regelmäßig und lesen den Kindern vor – das macht den kleinen Kindern und den älteren Menschen Spaß“, so Isamaddin. Wegen der Corona-Pandemie pausiert die Kooperation, wie andere Aktivitäten auch. „Ich hoffe, dass die Pandemie im nächsten Jahr vorüber ist und wir wieder mehr anbieten können.“

Text & Foto: Christian Degener/ AWO

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