AWO Projektkoordinator Ingo Reinhold.

Die AWO hilft, das Klima zu schützen

Neues Beratungsangebot im Stromspar- Check

Region Hannover. Plastikflaschen einsparen, Lebensmittel regional kaufen und richtig lagern, Müll trennen oder am besten vermeiden: Im Alltag kann jeder Haushalt mit kleinen Verhaltensänderungen das Klima schützen. Klimaschutz im Alltag heißt jetzt ein neuer Baustein des Erfolgsprojekts Stromspar-Check. Bereits seit elf Jahren bietet die AWO Region Hannover kostenlose Stromspar-Checks für einkommensschwache Haushalte in der Region an – in Kooperation mit der gemeinnützigen Klimaschutzagentur der Region Hannover. Künftig werden die AWO Berater und Beraterinnen nicht nur Energieeinsparmöglichkeiten prüfen, sondern die teilnehmenden Haushalte erhalten außerdem ein Starter-Set zum Klimaschutz im Alltag.

Dazu gehören z.B. wiederverwendbare Einkaufstaschen aus recyceltem Material, Obstbeutel aus alten Gardinen, eine Wasserkaraffe, Broschüren mit nützlichen Tipps und mehr. „Wir möchten einkommensschwachen Haushalten helfen, Geld zu sparen und dabei das Klima zu schützen“, erklärt AWO Projektkoordinator Ingo Reinhold.
Dabei gehe es erst einmal um vier Themenfelder, bei denen kleine Verhaltensänderungen schon viel bewirken können. Thema Trinkwasser: Wer Wasser aus der Leitung statt aus PET-Flaschen trinkt, spart im Jahr hunderte dieser Flaschen ein – das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch das Klima. „Wenn in einem Zwei-Personen-Haushalt beide 1,5 Liter Wasser täglich aus Plastikflaschen trinken, sind das im Jahr 730 PET-Flaschen. Wenn sie auf Leitungswasser umsteigen, könnten sie etwa 133 Euro im Jahr einsparen und 222 Kilogramm CO2“, sagt Reinhold.

Eine weitere Möglichkeit zum Klimaschutz ist der Einkauf und der Umgang mit Lebensmitteln. Eine richtige Lagerung verlängert deren Haltbarkeit – die Folge: Es wird weniger weggeworfen, was Geld spart. „Das Klima wird auch beim Einkauf von saisonalen und regionalen Lebensmitteln geschützt, da sie kurze Transportwege haben“, so Reinhold. Außerdem geben die AWO Berater/innen Tipps zur Vermeidung und Trennung von Müll und händigen Broschüren aus.

Der Stromspar-Check ist ein Erfolgsprojekt in der Region Hannover. Die Bilanz der letzten elf Jahre kann sich sehen lassen: mehr als 9.600 Tonnen CO2 wurden zwischen 2009 und  2020 durch 8.725 Stromspar-Checks eingespart. Den Projektbaustein Klimaschutz im Alltag (KIA) gibt es künftig erstmal an 23 Standorten deutschlandweit. „Wir freuen uns, einer dieser Standorte zu sein“, betont Reinhold. Dabei bleibt der Ablauf der gleiche: Einkommensschwache Haushalte verabreden einen Termin – dann kommt der/die AWO Berater/inn zu ihnen nach Hause und prüft den Energieverbrauch auf Einsparmöglichkeiten. Im Gepäck hat er  kostenlose Soforthilfen im Wert von 70 Euro wie zum Beispiel Energiesparlampen. Auch in Corona-Zeiten sind die AWO Berater/innen unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln unterwegs. Wer sich für einen Stromspar-Check interessiert, kann mit Ingo Reinhold einen Termin vereinbaren: unter der Telefonnummer 0511 21978-169 oder per Mail unter stromsparen@awo-hannover.de

Zum Hintergrund:
Das bundesweite Projekt „Stromspar-Check Aktiv“ wird vom Caritasverband und dem Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen mit Unterstützung des Bundesumweltministeriums getragen. In der Region Hannover setzt die Arbeiterwohlfahrt Region Hannover e. V. (AWO) das Projekt in Kooperation mit der gemeinnützigen Klimaschutzagentur Region Hannover um. Zusätzliche Mittel gibt es von der Region Hannover, dem Jobcenter Region Hannover, proKlima, dem Umweltfond von enercity, sowie der Stadt Laatzen.

AWO Projektkoordinator Ingo Reinhold.

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Gaby  Kujawa
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