Mit 70 roten Zelten war die AWO in der Innenstadt von Hannover präsent.

„Das soziale Herz Hannovers“

100-jähriges Jubiläum: AWO präsentierte sich mit 70 Zelten in der Innenstadt

Hannover. Die Arbeiterwohlfahrt – kurz AWO – wird in diesem Jahr 100 Jahre alt und feiert das Jubiläumsjahr mit zahlreichen Aktionen und Festen. Am Samstag ist die AWO Region Hannover für einen Tag in die Innenstadt von Hannover umgezogen: In 70 roten Zelten präsentierten sich mehr als 100 AWO Einrichtungen in den Bereichen Erziehung, Bildung, Gesundheit, Beratung, Pflege und psychosoziale Hilfen den Passantinnen und Passanten – vom Kröpcke bis zum Platz der Weltausstellung. „Die AWO ist seit 100 Jahren das soziale Herz Hannovers – mit unseren vielfältigen Angeboten zur Kinderbetreuung, Beratung, Bildung, Pflege und psychosozialen Hilfen erreichen wir Menschen aller Altersgruppen“, sagte Dr. Silke Lesemann, Vorsitzende der AWO Region Hannover. „Damit tragen die in der AWO haupt- und ehrenamtlich Engagierten viel dazu bei, die Region Hannover lebenswert zu machen.“

Die AWO blicke mit Stolz auf 100 Jahre Einsatz für Solidarität, Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Toleranz zurück – jene fünf Werte, die auch heute noch die Grundwerte der AWO sind. „Wir blicken aber vor allem auch nach vorne, denn die AWO wird in Zukunft genauso gebraucht wie damals“, sagte Burkhard Teuber, Geschäftsführer der AWO Region Hannover. Als Herausforderung für die Zukunft nannte der Geschäftsführer den Fachkräftebedarf in der Pflege und im Bereich Erziehung. Die Aufgaben und Herausforderungen seien immer vielfältiger geworden, was sich in den vielen verschiedenen und an diesem Wochenende in den Zelten präsentierten Angeboten der AWO widerspiegele. „Unsere Gesellschaft braucht eine funktionierende und soziale Infrastruktur, von Kindertagesstätten, über Beratungseinrichtungen bis hin zu Seniorenzentren. Dafür wird die AWO gebraucht“, sagte Teuber und betonte: „In einer Gesellschaft, in der die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht, sind die gelebten Grundwerte der AWO heute genauso wichtig wie vor 100 Jahren.“ Für die Besucherinnen und Besucher der Zelte gab es die fünf Grundwerte der AWO zum mit nach Hause nehmen: in Form von Kühlschrankmagneten.

Außerdem hatten die Besucher die Möglichkeit, Selfies in einer Fotobox mit den Grundwerten der AWO zu machen. Davon machte auch Marc Hansmann, Kandidat der SPD für das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Hannover, Gebrauch. „Die AWO ist sehr wichtig für Hannover – sie organisiert den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, sagte Hansmann, der selbst AWO Mitglied ist. Die Passantinnen und Passanten konnten außerdem nicht nur alles Wissenswerte rund um die AWO, einem der fünf großen Wohlfahrtsverbände, und ihrer Geschichte erfahren, sondern es erwartete sie auch ein buntes Programm mit vielen Informationen und Aktionen für Jung und Alt. So konnten sie ein Ökoquiz machen, in den Alterssimulationsanzug steigen, Blutdruck messen lassen, das Glücksrad drehen, mit den AWI Kita-Mitarbeitenden Traumfänger basteln und Anti-Stress-Bälle herstellen ,auf eine Torwand schießen, einen Mutkeks von der AWO Frauenberatungsstelle bekommen, Lebensmittel angeln, Riesenseifenblasen pusten, mit den AWO Mitarbeitenden ins Gespräch kommen und vieles mehr.

„Ich habe mich auf die AWO-Meile gefreut und bin mit meinen Kindern hier“, sagte Zeinab Himadi aus Hannover. Himadi berichtete, dass sie über das AWO Elterncafé Mühlenberg zur AWO gekommen ist. „An der AWO gefällt mir besonders, dass sie international ist und für Integration und Toleranz steht. Ich habe so viele nette Menschen durch die AWO kennengelernt und fühle mich sehr wohl im Elterncafé“, sagte sie. Margarita Tzima, ebenfalls aus Hannover, war an diesem Nachmittag in die Innenstadt gekommen, um das Zelt der AWO Kita Voltmerstraße zu besuchen. „Ich möchte mit meinen Kindern Traumfänger basteln“, sagte die 39-Jährige.

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