Soldat Ruben Schramm testet Pflegehelferin Gjyljeta Bunjaka. Tägliche Tests gehören zum Alltag für die Mitarbeitenden der AWO Einrichtung.

Corona: Soldaten testen im AWO Pflegeheim

Einsatz in der City Park Residenz Langenhagen ist für die Dauer von drei Wochen geplant

Region Hannover/ Langenhagen. Kein alltäglicher Anblick: Zwei Bundeswehrsoldaten, die morgens um 8 Uhr uniformiert in die City Park Residenz Langenhagen marschieren. Doch nun wird dieser Anblick alltäglich – zumindest für die nächsten drei Wochen, denn so lange werden die beiden Soldaten in dem Pflegeheim stationiert sein, um auf das Corona-Virus zu testen. „Hilfeleistung gegen Corona“ hat das Bundesministerium den Einsatz schlicht genannt, der 1122 Soldaten für ganz Niedersachsen umfasst. Ganz überraschend sei die neue Aufgabe für ihn nicht gekommen, berichtet Gefreiter Ruben Schramm, der Anfang Oktober seinen freiwilligen Wehrdienst angetreten hat. „In den Nachrichten war ja schon länger Thema, dass die Bundeswehr eingesetzt werden soll.“ Amtshilfe nennt das die Bundeswehr – Schramm ist in Neustadt stationiert, in der City Park Residenz ist er jetzt täglich von 8 bis 16 Uhr im Einsatz. 

Einen Tag lang wurden er und ein Kollege sorgfältig von den Mitarbeitenden der Residenz eingewiesen. Ihre ersten Tests machten sie unter Aufsicht – rund 90 werden es jeden Tag sein, berichtet Jan Behnen, Leiter des Pflegeheims. Getestet werden Bewohnende, Mitarbeitende und Besucherinnen und Besucher. Schon am zweiten Tag fiel ein Test negativ aus: Eine Mitarbeiterin hatte sich mit Corona infiziert. Angst vor einer möglichen Ansteckung haben Schramm und sein Kollege nicht. „Wir sind gut geschützt.“ Über der Uniform trägt Schramm einen Kittel, sein Gesicht schützt er mit einem Plastikschutz, der auch die Augen schützt, zusätzlich eine FFP-Maske. 

„Ihr Arbeit ist eine tolle Entlastung“, sagt Behnen. Vier Mitarbeitende der Einrichtung haben sich bisher mit dem Testen abgewechselt. „Das bindet insgesamt eine volle Stelle bei uns“, betont Behnen. Die Herausforderung für die Mitarbeitenden, die Bewohnerinnen und Bewohner vor dem Virus zu schützen, sei groß in den Pflegeheimen, berichtet Dirk von der Osten, Geschäftsführer der AWO Jugend- und Sozialdienste gGmbH, die das Pflegeheim trägt. Dabei sei die Personaldecke ohnehin dünn im Bereich Pflege – die zusätzlichen Aufgaben durch die Corona-Pandemie hätten zu einer Überlastung geführt. „Deshalb haben wir das Angebot des Bundes bereitwillig angenommen – wohlwissend, dass einige Mitarbeitende skeptisch sind, weil die Soldaten nicht immer medizinisch geschult sind“, sagt von der Osten und betont: „Die Leitungskräfte überwachen die qualifizierte Unterweisung in den AWO Pflegeheimen, so dass anschließend richtig und gewissenhaft getestet wird und es eine tatsächliche Entlastung gibt.“ Burkhard Teuber, Geschäftsführer der AWO Region Hannover, sieht sogar noch weiteren Bedarf in einem anderen Bereich seines Verbandes. „Wir wünschen uns, dass eine solche Hilfeleistung auch auf die Kitas ausgedehnt wird.“

Bewohnende und Mitarbeitende hätten den Bundeswehreinsatz in ihrem Haus zunächst interessiert zur Kenntnis genommen. Mittlerweile seien die beiden Soldaten schon für ihre Arbeit von den Fachkräften gelobt worden. „Insgesamt werden sie als nett, höflich und zuvorkommend wahrgenommen“, berichtet Behnen. Sehr gut sei auch angekommen, dass die Soldaten keine Sekunde gezögert hätten, als sie bei ihrer Ankunft den vielen Schnee vor dem Pflegeheim gesehen hätten. „Sie haben Schnee geschippt, obwohl das nicht ihre Aufgabe war – da haben sich alle drüber gefreut.

Text & Foto: Christian Degener/AWO

Soldat Ruben Schramm testet Pflegehelferin Gjyljeta Bunjaka. Tägliche Tests gehören zum Alltag für die Mitarbeitenden der AWO Einrichtung.

Gefreiter Ruben Schramm testet Jan Behnen, Leiter der AWO Einrichtung.

Kontakt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Gaby  Kujawa
Wilhelmstraße 7
30171 Hannover
Tel. 0511 8114-261
Fax: 0511 8114-250
E-Mail
Christian Degener
Wilhelmstraße 7
30171 Hannover
Tel. 0511 8114-259
Fax: 0511 8114-250
E-Mail
Beitrag teilen:
„In der Pause stand ich alleine da“

„In der Pause stand ich alleine da“ Lea S. hat sich von der Karte getrennt. „Mir geht es gut und ich brauche sie nicht mehr“, erzählt die 25-Jährige. Jahrelang lag die Visitenkarte mit den Kontaktdaten der AWO Fachstelle Schulvermeidung in ihrem Portemonnaie. Falls sie nochmal Unterstützung benötigen...

Covid-19: Warten auf den Impf-Termin

Covid-19: Warten auf den Impf-Termin Region Hannover /Hannover. Ältere Menschen, die Hilfe bei der Organisation ihres Impftermins benötigen, können sich seit Anfang Februar unter der Nummer 0511 21978-194 bei der AWO Region Hannover melden. Mit dem Angebot spricht der Verband insbesondere die über 80-Jährigen an,...

Kugelschreiber aus Holz

Kugelschreiber aus Holz Hannover-Nordstadt. Holz ist sein Hobby: Student Thomas Hensel aus Hannover hat sich das Holzhandwerk selbst beigebracht und fertigt mittlerweile sogar Kugelschreiber aus dem Material. Jetzt stellt er seine Werke im Schaufenster der AWO Einrichtung Jugendwohnen in der Nordstadt aus. „Unsere...

Suche
Coronavirus: Aktuelle Informationen aus unseren Einrichtungen.Weitere Informationen
+