Stephanie Böhm (stehend, rechts) und Christiane Adolph, die beiden Koordinatorinnen der AWO Quartiersarbeit, sammelten Ideen.

AWO Quartiersarbeit lud zum Neujahrempfang 

Die Nachbarschaft in der List NordOst startet mit vielen guten Ideen und Wünschen für mehr Miteinander ins neue Jahr

Hannover-List. Die beiden Koordinatorinnen der AWO Quartiersarbeit, Stephanie Böhm und Christiane Adolph, hatten kürzlich die Nachbarschaft in der List Nord-Ost zu einem Neujahrempfang eingeladen – und 30 Interessierte waren der Einladung gefolgt, um bei Essen und Trinken ins Gespräch zu kommen. Neben einem Rückblick auf zwei ereignisreiche Jahre mit vielen Veranstaltungen und Angeboten rund um das Älter werden hatten die Anwesenden die Gelegenheit, sich über Vorstellungen und Wünschen für ein gutes Leben im Viertel auszutauschen.

„Die Ideenvielfalt ist erstaunlich“ freute sich Böhm. „Es ist schön zu sehen, dass die Menschen Lust haben, etwas in ihrem Stadtteil zu bewegen.“ Es gab viele Vorschläge zur Förderung des Miteinanders: gemeinsames Kochen, offenes Singen, Ausflüge oder ein gemeinsames Fest im Stadtteil. Auch der Wunsch nach strukturellen Verbesserungen wie Barrierefreiheit auf den Straßen und mehr Präsenz durch den Kontaktbeamten wurden geäußert. „Das ist für uns wiederum der Auftrag, die Nachbarschaft und die richtigen Ansprechpartner und –partnerinnen an einen Tisch zu bringen, um die Anregungen anzugehen und im besten Falle gemeinsam umsetzen zu können“, betonte Böhm.

 Ein großes Interesse gibt es auch zum Thema Generationendialog. „Viele erzählen uns, dass sie ihre Enkelkinder nur selten bis kaum sehen, weil die Familien in anderen Städten oder sogar in anderen Ländern leben. Ihnen fehlt der Austausch mit den jüngeren Generationen“, so Adolph. Gleichzeitig hätten Kinder und Jugendliche oftmals keinen Kontakt zu ihren Großeltern. Deshalb gebe es Kooperationen mit den Kindergärten im Quartier sowie dem AWO-Familienzentrum: Begegnungen finden hier bereits durch Vorleseaktionen und das Kitafrühstück statt. Nun wollen Böhm und Adolph die Schulen im Stadtteil kontaktieren, um mit ihnen zusammenzuarbeiten. “Ich hätte große Lust, mit Jugendlichen darüber zu sprechen, wie sie sich Älter werden vorstellen und wie ich früher darüber dachte“, sagte Klaus Schumacher, der die Idee auf eine Karte schrieb.

Die Veranstaltung habe auch, dass sich die Teilnehmenden eine Wiederholung der Angebote aus den vergangenen zwei Jahre wünschen, berichtete Böhm. Besonders die „offene Tür“, zu der jeden Donnerstag zu Kaffee und Plausch geladen wird, habe sich zu einem festen Anlaufpunkt für die Nachbarschaft entwickelt. „Ich bin sehr glücklich, dass diesen Treffpunkt gibt“, sagte ein Teilnehmer. “Ich komme sehr regelmäßig zu der offenen Tür und finde hier nette Menschen mit einem offenen Ohr. Das tut mir gut.“ 

Kontakt Quartiersarbeit: Tel. 0511-21978-173 oder Donnerstags von 10-12 Uhr vor Ort.

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Gaby  Kujawa
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