Das AWO Servicehaus mit den drei Säulen Wohnen, Tagespflege und Pflegewohngemeinschaft in Bolzum nimmt Formen an.

AWO feiert Richtfest in Bolzum

Servicehaus für Seniorinnen und Senioren schließt eine Lücke

Sehnde/Bolzum. Der Bau schreitet voran: Das AWO Servicehaus mit den drei Säulen Wohnen, Tagespflege und Pflegewohngemeinschaft in Bolzum nimmt Formen an. Heute (Freitag) hat die AWO mit allen am Bau Beteiligten, Kooperationspartnern, Vertretungen der Politik, Nachbarn und interessierten Seniorinnen und Senioren Richtfest gefeiert.

Auf dem 2.173 Quadratmeter großen Grundstück im Meffertweg 2 entsteht eine Wohnanlage mit elf seniorengerechten barrierefreien Wohnungen, darunter auch eine, die speziell für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer konstruiert ist. Die Wohnungen haben eine Grundfläche von 52 und 65 Quadratmeter. Zwei besonders durch die Region Hannover geförderten Wohnungen sind knapp 45 Quadratmeter groß. Vier Wohnungen sind öffentlich gefördert, so dass ein B-Schein notwendig und die Miete gebunden ist. Breite Türen, große Flure sowie der Aufzug vom Erdgeschoss bis ins Dachgeschoss sollen das selbstständige Leben der zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner erleichtern. Im Erdgeschoss können Räume auch von der Hausgemeinschaft und für persönliche Feierlichkeiten genutzt werden. Ein kleiner Garten soll von den Mieterinnen und Mietern genutzt und auch mitgestaltet werden.

„Das gesamte Haus mit seinen drei Säulen dient dem Ziel, auch im Alter möglichst in der bisher bekannten dörflichen Umgebung weiter leben zu können“, erklärte Dirk von der Osten, Geschäftsführer der AWO Jugend- und Sozialdienste gGmbH, auf dem Richtfest.

„In ländlicheren Gegenden müssen pflegebedürftige Menschen häufig gegen ihren Wunsch die gewohnte Umgebung verlassen“, betonte die niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und regionale Entwicklung Birgit Honé in ihren Grußworten. „Hier schließt das AWO-Servicehaus eine Lücke.“ Es biete die nötige Pflege und Unterstützung, damit die Menschen auch weiterhin an ihrem Heimatort in zentraler Lage leben können, so Honé.

Mit dem Servicehaus wird das Dorf aufgewertet und belebt“, freut sich AWO Vorsitzende und Ortsbürgermeisterin Dr. Silke Lesemann. Denn das Gebäude entsteht auf dem Grundstück der „Bolzumer Stube“, die jahrelang leer gestanden hat. Es sei schön zu sehen, dass das Wachsen und Werden des Servicehauses gemeinsam von der Dorfgemeinschaft begleitet werde, so Lesemann.

Rund fünf Millionen Euro investiert der Bauherr, die AWO Jugend- und Sozialdienste gGmbH, in den vom Architekturbüro Jabusch und Schneider entworfenen Bau. Geplante Fertigstellung der Wohnanlage wird zum Jahreswechsel 2019/2020 sein.

Das gemeinschaftliche Wohnen als eine Säule im AWO Servicehaus ist Teil des Projektes „4 gewinnt“, das im Bereich Seniorenarbeit der AWO Region Hannover angegliedert ist. In dem von der Region Hannover geförderten Projekt werden an vier Standorten in der Region Hannover Projekte selbstbestimmten Wohnens im Alter umgesetzt.

Mehr Informationen: AWO Seniorenarbeit, Stephanie Böhm, Tel.: 0511 21978-173, stephanie.boehm@awo-hannover.de

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