Freuten sich über den Start des neuen AWO Angebots (von links): Langenhagens Stadträtin und Sozialdezernentin Eva Bender, Bettina Kubis von der AWO Familien- und Sozialberatung in Hannover, AWO Beraterin Kristina Grundmann, Manuela Sternberg, Leiterin des AWO Familienzentrums, AWO Fachbereichsleiterin Ute Vesper und Heidi von der Ah, Leiterin des Jugendamtes der Stadt Langenhagen.

AWO berät bei Trennung und Scheidung

Langenhagen: Neues Angebot im AWO Familienzentrum „Sonnenblume“

Region Hannover/Langenhagen. Die Familienberatung der AWO Region Hannover bietet ab sofort eine Trennungs- und Scheidungsberatung im AWO Familienzentrum „Sonnenblume“ im Weiherfeld in Langenhagen an. „Die Unterstützung und Stabilisierung von Familien in Krisensituationen sowie die Prävention sind wichtig – gerade auch im Hinblick auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie, die viele Familien vor große Herausforderungen gestellt hat“, sagt Burkhard Teuber, Vorstandsvorsitzender der AWO Region Hannover.

Corona habe wie ein Brennglas gewirkt, der Bedarf sei aber schon vorher hoch gewesen, betont Heidi von der Ah, Leiterin des Jugendamtes der Stadt Langenhagen, die sich für das neue Angebot eingesetzt hatte und sich sehr darüber freute, dass es von der Politik bewilligt wurde. Vorausgegangen war eine Erhebung von Experten vor Ort, die einen großen Bedarf festgestellt hatte. Der Grund: Mit dem Neubaugebiet Weiherfeld hat sich die Zahl der Einwohner in Kaltenweide mit rund 5000 Einwohner/innen mehr als verdoppelt. Es leben dort vorwiegend junge Familien. „Sie befinden sich in der Rush Hour ihres Lebens und manche Paare merken in dieser Zeit, dass sie nicht zusammenpassen. Dann brauchen sie Unterstützung“, sagt Langenhagens Stadträtin und Sozialdezernentin Eva Bender, die sich ebenfalls freut, dass das neue Angebot nun startet. 

Mit der AWO habe man eine kompetente und gut vernetzte Partnerin gefunden. „Wir können bei Bedarf auch an andere Beratungsorganisationen weitervermitteln. Zum Beispiel hat die AWO selbst eine Schuldnerberatung in Langenhagen“, sagt Ute Vesper, Fachbereichsleiterin bei der AWO. Die hohe finanzielle Belastung durch den Kauf eines Hauses, Arbeitslosigkeit und Streit bei der Erziehung der Kinder sind einige Gründe, warum eine solche Beratung aufgesucht wird, berichtet Bettina Kubis von der AWO Familien- und Sozialberatung in Hannover. „Generell kann man sagen, dass Überforderung der übergeordnete Grund ist, warum es zu einer Trennung oder Scheidung kommt.“ Unter einer Trennung litten vor allem die Kinder der Familien sehr. „Eltern können auch deshalb schnell vor Problemen stehen, bei denen externe Unterstützung nötig ist“, so Kubis.

Ein wohnortnahes und niedrigschwelliges Angebot sei am sinnvollsten für die Ratsuchenden. „Kaltenweide ist zwar gut an das Zentrum angebunden, aber der Weg dorthin ist schon eine Hürde“, so Bender. Außerdem gebe es bei den Familienberatungsstellen derzeit längere Wartezeiten. „Zum Teil dauert es Monate, bis man einen Termin erhält“, weiß Bender. Mit dem neuen Angebot sollen lange Wartezeiten verhindert werden – man wolle schnelle, unbürokratische Hilfe bieten. In dem AWO Familienzentrum wurde extra ein separater Raum für das neue Angebot hergerichtet, das offen für den gesamten Stadtteil ist. Die Beratung übernimmt AWO Mitarbeiterin und Erziehungswissenschaftlerin Kristina Grundmann. „Sich Beratung oder Hilfe zu holen, ist keine Schwäche, sondern der erste gute Schritt in Richtung Aufbruch“, betont sie. Der Jugendhilfeausschuss sowie der Rat Langenhagen haben das Beratungsangebot zunächst für ein Jahr bewilligt. „In der Hoffnung auf Verlängerung, wenn es gut angenommen wird“, so Vesper.

Die Öffnungszeiten der neuen AWO Trennungs- und Scheidungsberatung sind donnerstags von 14 bis 17 Uhr, eine telefonische Terminvereinbarung ist notwendig: 0511-0511 2609210

Text & Foto: Christian Degener/AWO

Freuten sich über den Start des neuen AWO Angebots (von links): Langenhagens Stadträtin und Sozialdezernentin Eva Bender, Bettina Kubis von der AWO Familien- und Sozialberatung in Hannover, AWO Beraterin Kristina Grundmann, Manuela Sternberg, Leiterin des AWO Familienzentrums, AWO Fachbereichsleiterin Ute Vesper und Heidi von der Ah, Leiterin des Jugendamtes der Stadt Langenhagen.

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