Rainer Bartlau, Geschäftsführer der Bürgerstiftung Hannover, überreichte einen Scheck in Höhe von 3640 Euro an Gabriele Schuppe (rechts), Fachbereichsleiterin Qualifizierung, Bildung und Teilhabe bei der AWO. Mit auf dem Bild: AWO Mitarbeiterin Anna Donjes. Für die Kinder ging es anschließend in das Sea Life.
Foto: Christian Degener/ AWO

Abwechslungsreiche Ferien in Zeiten von Corona

AWO betreut mit finanzieller Unterstützung der Bürgerstiftung Hannover acht Kinder mit Migrationshintergrund

Hannover. Die Corona-Pandemie war für viele Familien eine große Belastung in den vergangenen Monaten – die Aktivitäten der Kinder war eingeschränkt und die Eltern hatten Probleme, die Betreuung ihres Nachwuchses zu organisieren. Die AWO Region Hannover hat jetzt ein Programm mit finanzieller Unterstützung der Bürgerstiftung Hannover auf die Beine gestellt, das acht Kindern aus einkommensschwachen Haushalten in Zeiten von Corona abwechslungsreiche Sommerferien in Hannover ermöglicht. Drei Wochen lang erkunden die sieben Kinder im Alter zwischen sechs und neun Jahren, die alle im Stadtteil Linden-Süd leben, die Stadt, unternehmen Ausflüge und lernen gemeinsam – vier bis fünf Stunden täglich. Höhepunkt: Besuche des Zoos und des Sea Life.

„Die Kinder haben Migrationshintergrund und fahren normalerweise in den Sommerferien mit ihren Familien in ihre Herkunftsländer, was aufgrund von Corona nicht geht. Sie haben außerdem sehr unter dem eingeschränkten Schulbetrieb gelitten“, erklärt Gabriele Schuppe, Fachbereichsleiterin Qualifizierung, Bildung und Teilhabe bei der AWO. Die Coronapandemie habe das soziale Leben von Kindern und Jugendlichen stark verändert. „Das Deutsche Jugendinstitut hat in einer ersten Erhebung im Mai festgestellt, dass rund ein Drittel der Kinder Probleme hat, mit den Beschränkungen zurecht zu kommen. Mehr als ein Viertel der Kinder fühlen sich demnach einsam“, sagt Schuppe. Das Projekt sichere die soziale Teilhabe der benachteiligten Kinder und wirke dem Gefühl der gesellschaftlichen Isolation entgegen.

Das Projekt solle auch Raum geben, Lernstoff, den die Kinder während der Schulschließungen verpasst haben, aufzuarbeiten. „Ich übe mit ihnen zum Beispiel Lesen und lerne mit ihnen Mathe“, sagt Eleonora Dalipovic, Lehrerin an der Realschule Ricklingen, die das Projekt ehrenamtlich begleitet. Die Auswirkungen des eingeschränkten Schulbetriebs auf die Kinder sei deutlich. „Es fehlt ihnen an Übung, es fehlen die Wiederholungen des Lernstoffs“, so Dalipovic. Rainer Bartlau, Geschäftsführer der Bürgerstiftung Hannover, überreichte einen Scheck in Höhe von 3640 Euro an die AWO und zeigte sich sehr zufrieden mit der Umsetzung des Projekts: „Die AWO hat ein tolles und abwechslungsreiches Programm für die Kinder organisiert.“ Und den Kindern gefiel es offensichtlich auch. „Ich mag sogar das Lernen“, sagt eines der Mädchen und lacht. „Aber am besten hat mir der Besuch des Zoos gefallen.“

Rainer Bartlau, Geschäftsführer der Bürgerstiftung Hannover, überreichte einen Scheck in Höhe von 3640 Euro an Gabriele Schuppe (rechts), Fachbereichsleiterin Qualifizierung, Bildung und Teilhabe bei der AWO. Mit auf dem Bild: AWO Mitarbeiterin Anna Donjes. Für die Kinder ging es anschließend in das Sea Life.
Foto: Christian Degener/ AWO

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