Richtfest für das Wohnprojekt Care Living Gehrden: Vor dem Rohbau am Steintor freuen sich über den Baufortschritt (von links) Matthias Steinhauer, Geschäftsführer der Norddeutsche Wohnbau GmbH, Alina Zerbe, stellvertretende Fachbereichsleitung Pflege und Wohnen im Alter bei der AWO Jugend und Sozialdienste, Christoph Eisenberg, Geschäftsführer der Norddeutsche Wohnbau GmbH), Tosporn Schultz, Sachgebietsleitung Interne Dienste der AWO Residenz Gehrden und Anke-Kathrin Buwitt, Einrichtungsleitung der AWO Residenz Gehrden.

Richtfest für Care Living Gehrden

Neues Service-Wohnen nimmt weiter Gestalt an

Region Hannover/Gehrden. Der Rohbau steht, der Richtkranz hängt: Mit dem Richtfest für das Wohnprojekt Care Living Gehrden ist ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einem neuen Angebot für selbstbestimmtes Wohnen im Alter erreicht. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Projektgemeinschaft, beteiligten Unternehmen, Gästen aus Stadt und Region sowie der AWO Jugend und Sozialdienst gGmbH wurde auf der Baustelle am Steintor der Baufortschritt gefeiert.

Dort, in zentraler Lage und nur wenige Schritte von der Gehrdener Fußgängerzone entfernt, entsteht ein modernes Wohnprojekt mit 38 barrierefreien Eigentumswohnungen, zwei Gewerbeeinheiten und 25 Stellplätzen. Das Gebäude wird im energieeffizienten KfW-40-Standard errichtet. Die Wohnungen sind auf die Bedürfnisse älterer Menschen ausgerichtet und sollen ein selbstständiges Leben in den eigenen vier Wänden mit einem zusätzlichen Plus an Sicherheit, Begegnung und Unterstützung verbinden.

Bereits bei der Grundsteinlegung im vergangenen Jahr war deutlich geworden, welche Bedeutung das Projekt für Gehrden hat. Mit der Zeitkapsel im Grundstein wurde damals symbolisch der Startschuss für ein Bauvorhaben gegeben, das eine langjährige Baulücke am Eingang zur Innenstadt schließt und zugleich ein neues Angebot für altersgerechtes Wohnen schafft. Mit dem Richtfest ist nun sichtbar: Aus den Plänen wird Schritt für Schritt Realität.

Die Projektgemeinschaft Care Living Gehrden GmbH & Co. KG ist für den Bau verantwortlich. Die AWO Jugend und Sozialdienste gGmbH wird nach der Fertigstellung als Serviceanbieterin für die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner tätig sein. Vorgesehen sind unter anderem ein Hausnotruf, regelmäßige Sprechstunden sowie Gemeinschaftsveranstaltungen. Damit soll ein Wohnumfeld entstehen, das nicht nur barrierearm und komfortabel ist, sondern auch soziale Kontakte, Austausch und ein gutes Miteinander fördert.

„Mit diesem Wohn- und Servicekonzept möchten wir ein selbstbestimmtes und gemeinschaftliches Wohnen im Alter ermöglichen. Wir freuen uns sehr auf das kommende neue Service Wohnen der AWO mitten im Zentrum von Gehrden“, sagt Alina Zerbe, stellvertretende Fachbereichsleitung Pflege und Wohnen im Alter bei der AWO Jugend und Sozialdienste.

Für die AWO ist Care Living Gehrden eine sinnvolle Ergänzung der bestehenden Angebote vor Ort. In Gehrden betreibt die AWO bereits eine stationäre Pflegeeinrichtung sowie zwei Service-Wohnanlagen. Das neue Wohnprojekt erweitert diese Struktur um ein Angebot, das sich an Menschen richtet, die eigenständig leben möchten, dabei aber Wert auf Verlässlichkeit, Gemeinschaft und bei Bedarf gut erreichbare Unterstützung legen.

Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels gewinnt diese Wohnform an Bedeutung. Viele ältere Menschen möchten so lange wie möglich selbstbestimmt in ihrem vertrauten Umfeld leben. Gleichzeitig wächst der Wunsch nach Wohnkonzepten, die Sicherheit bieten, Begegnungen ermöglichen und Unterstützung nicht erst dann organisieren, wenn akuter Pflegebedarf entsteht. Care Living Gehrden setzt genau hier an: mit barrierefreien Wohnungen, kurzen Wegen in die Innenstadt und einem Servicekonzept, das Alltag und Gemeinschaft miteinander verbindet.

Nach dem Richtfest geht der Bau nun in die nächste Phase. Es folgt der Innenausbau und die weitere Ausgestaltung der Wohn- und Gemeinschaftsbereiche. Die Fertigstellung ist nach aktuellem Stand für Anfang kommenden Jahres vorgesehen.

Fotos & Redaktion: Christian Degener/AWO

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