Region Hannover/ Hannover. Mehr als 3.000 Menschen haben heute vor dem Niedersächsischen Landtag ein deutliches Zeichen gegen geplante Kürzungen im Sozialbereich gesetzt. Unter dem Motto „S.O.S. Sozialstaat“ kamen Gewerkschaften, Wohlfahrts- und Sozialverbände sowie zahlreiche Unterstützer*innen zusammen, um ein klares Signal an die Politik zu senden: Der Sozialstaat darf nicht geschwächt werden.
Aufgerufen zu der Demonstration hatte das Bündnis Starker Sozialstaat Niedersachsen, dem auch die AWO angehört. Gemeinsam machten die Teilnehmenden deutlich, dass soziale Angebote und Strukturen nicht zur Verhandlungsmasse werden dürfen. Sie sind für viele Menschen unverzichtbar – in der Pflege, in der Beratung, in der Kinder- und Jugendhilfe, in der Gesundheitsversorgung, in der Eingliederungshilfe und in vielen weiteren Bereichen.
Im Mittelpunkt der Kundgebung stand die Sorge vor Einschnitten, die soziale Sicherheit, Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährden könnten. Ein starker Sozialstaat schützt Menschen vor Armut, unterstützt in schwierigen Lebenslagen und schafft Perspektiven. Gerade in Zeiten wachsender sozialer Herausforderungen brauche es verlässliche Strukturen, gute Arbeitsbedingungen und eine Politik, die soziale Gerechtigkeit stärkt.
Die Botschaft der Demonstrierenden war entsprechend klar: Finger weg von der Pflege. Finger weg vom Acht-Stunden-Tag. Finger weg von Gesundheitsversorgung und Pflege. Finger weg von Eingliederungshilfe, Kinder- und Jugendhilfe sowie Unterhaltsvorschuss.
Mit dem gemeinsamen Protest machten die Verbände und Organisationen deutlich, dass Kürzungen im Sozialbereich konkrete Folgen für die Menschen hätten, die auf Unterstützung angewiesen sind – ebenso wie für die Beschäftigten, die diese Arbeit tagtäglich leisten. Soziale Infrastruktur dürfe nicht kaputtgespart werden, sondern müsse gesichert und weiterentwickelt werden.
Die AWO Region Hannover unterstützt den Aufruf des Bündnisses und setzt sich weiterhin für einen starken Sozialstaat, gute Arbeit und soziale Gerechtigkeit ein – heute und in Zukunft.
Unterstützung ist auch online möglich: Die Petition für einen starken Sozialstaat, gute Arbeit und soziale Gerechtigkeit kann hier unterzeichnet werden.
Fotos: Christian Degener/AWO