Region Hannover/Hannover. Unter dem Motto „Wie komme ich an mein Geld? Wenn das P-Konto zum Problemkonto wird“ haben die regionalen Schuldnerberatungsstellen auf dem Platz der Weltausstellung in der Innenstadt über die Bedeutung des Pfändungsschutzkontos (P-Konto) informiert. Die Aktion fand im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche Schuldnerberatung 2026 statt, die von der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV) organisiert wird.
Gemeinsam mit dem Caritasverband Hannover e.V., der Landeshauptstadt Hannover, dem Diakonieverband Hannover Land und dem Diakonischen Werk Hannover gGmbH beteiligte sich die AWO Region Hannover an der öffentlichen Informationsveranstaltung. Von 12 bis 15 Uhr standen Fachkräfte der Schuldnerberatung für Fragen zur Verfügung und informierten über Rechte und Unterstützungsmöglichkeiten rund um das P-Konto.
Das Pfändungsschutzkonto soll Menschen in finanziellen Notlagen den Zugriff auf ihr Existenzminimum sichern. Trotz einer Kontopfändung müssen Ausgaben für Miete, Energie, Lebensmittel oder Medikamente weiterhin möglich sein. In der Beratungspraxis zeigt sich jedoch immer wieder, dass Betroffene auf Schwierigkeiten stoßen: Konten werden nicht rechtzeitig umgewandelt, Freibeträge verzögert berücksichtigt oder Guthaben vorübergehend blockiert. Für viele Ratsuchende stellt sich deshalb die existenzielle Frage: „Wie komme ich an mein Geld?“
Mit der bundesweiten Aktionswoche machen die Schuldnerberatungsstellen auf diese Problematik aufmerksam und setzen sich für einen wirksamen Pfändungsschutz ein. Gefordert werden unter anderem klare und verbindliche Standards für Banken, barrierefreie Ansprechstellen sowie ein leichterer Zugang zum Basiskonto. Gleichzeitig wird die Bedeutung einer verlässlichen und ausreichend finanzierten Schuldnerberatung hervorgehoben.
Am Informationsstand erhielten Besucherinnen und Besucher Informationsmaterialien zum P-Konto und zu häufig auftretenden Problemen im Zusammenhang mit Kontopfändungen. Darüber hinaus standen die Mitarbeitenden der beteiligten Beratungsstellen für persönliche Gespräche zur Verfügung. Ein Quiz mit kleinen Preisen lud Interessierte dazu ein, ihr Wissen rund um das Thema Pfändungsschutz zu testen.
Mit ihrer Beteiligung an der Aktionswoche setzt die AWO Region Hannover gemeinsam mit den weiteren Trägern ein Zeichen für den Zugang zum eigenen Geld, für soziale Teilhabe und für eine starke Schuldnerberatung als wichtige Unterstützung für Menschen in finanziellen Krisensituationen.
Redaktion: Gaby Kujawa/AWO, Foto: Joachim Hensel/Caritas