Haben das Projekt erfolgreich umgesetzt: Das Projektteam (von links) Femke Koch, Daniel Appel, Larissa Petersen, Marie von Borstel.

Drei Jahre DigiStruc: Digitalisierung gemeinsam gestalten

Projekt schafft neue Wege der Zusammenarbeit bei der AWO Region Hannover

Region Hannover/Hannover. Was vor drei Jahren mit einer Vision begann, ist heute gelebter Arbeitsalltag: Mit einer Abschlussveranstaltung im Tageszentrum Martha-Wissmann-Platz hat die AWO Region Hannover ihr Digitalisierungsprojekt „AWO DigiStruc“ erfolgreich beendet. Vorstand, Mitarbeitende, Projektverantwortliche und Führungskräfte blickten gemeinsam auf die Entwicklungen und Veränderungen zurück, die das Projekt im Verband angestoßen hat.

Im Mittelpunkt von DigiStruc standen die Optimierung von Arbeitsprozessen, die Stärkung der bereichsübergreifenden Zusammenarbeit und die Förderung digitaler Kompetenzen. Ziel war es, den digitalen Kulturwandel aktiv zu gestalten und Mitarbeitende dabei einzubeziehen, Veränderungen selbst mitzuentwickeln.

„Ich bin sehr froh, wie sich alles entwickelt hat. Das Projekt hat die AWO digital vorangebracht. Wir erleben einen digitalen Kulturwandel bei der AWO Region Hannover“, sagte Gordon Braun, Vorstand der AWO Region Hannover, bei der Abschlussveranstaltung. Gleichzeitig betonte er, dass die Digitalisierung auch nach dem offiziellen Projektende weitergehe: „Das Projekt endet jetzt, aber die Digitalisierung lebt und fällt mit den Menschen.“

Braun nutzte die Gelegenheit, um sich bei dem Projektteam um Daniel Appel, Marie von Borstel, Femke Koch und Larissa Petersen für die erfolgreiche Umsetzung zu bedanken.

„Das Projekt hat die digitalen Veränderungen in unserem Verband begleitet und für viele Kolleginnen und Kollegen sichtbar, greifbar und gestaltbar gemacht“, resümiert Projektleiter Daniel Appel.

Ein Ergebnis des Projekts ist die Einführung und Etablierung von Microsoft Teams als virtuelles Büro und zentrale Plattform für Zusammenarbeit und Kommunikation. „Teams wurde als gemeinsamer Workspace aufgebaut. Dadurch sind neue digitale Räume für Vernetzung, Austausch und Zusammenarbeit entstanden“, erläuterte Projektmanagerin Marie von Borstel.

Was heute selbstverständlich erscheint, war zu Beginn für viele Mitarbeitende neu. Digitale Besprechungen, gemeinsame Dateiablagen oder die Zusammenarbeit in virtuellen Teams mussten zunächst erprobt und in den Arbeitsalltag integriert werden. Damit die Mitarbeiter*innen die neuen Möglichkeiten optimal nutzen können, wurden im Rahmen des Projekts sogenannte Digitallotsinnen und Digitallotsen ausgebildet. Sie unterstützen ihre Kolleg*innen bei Fragen rund um digitale Anwendungen und Arbeitsweisen.

Einer von ihnen ist Stefan Matschke vom Integrationsfachdienst. „Ich beschäftige mich gerne mit neuen Programmen. Wir wurden geschult und die Kolleginnen und Kollegen haben das Angebot gut angenommen“, berichtete er. Häufig gehe es um praktische Fragen, etwa zur Planung von Besprechungen in Teams, zur Dateiablage oder zur Nutzung verschiedener digitaler Werkzeuge.

„In den vergangenen drei Jahren gab es mehr Veränderungen als in den 27 Jahren davor im Verband“

Im Verlauf des Projekts setzten sich viele Mitarbeitende intensiv mit neuen Methoden und digitalen Arbeitsformen auseinander. „Ich fand es schön, durch das Projekt Raum und Zeit zu haben, an bestimmten Themen zu arbeiten, Methoden kennenzulernen und die Tools auszuprobieren“, sagte Christine Matthes aus der Jugendwohnbegleitung.

Wie tiefgreifend die Veränderungen waren, machte Tanja Holzheimer, Leiterin des Carré Spierenweg, deutlich: „In den vergangenen drei Jahren gab es mehr Veränderungen als in den 27 Jahren davor im Verband.“

Neben Schulungen, Workshops und Prozesswerkstätten bot DigiStruc zahlreiche Austauschformate, wie zum Beispiel die Barcamps mit der Möglichkeit, sich bereichsübergreifend zu vernetzen und voneinander zu lernen. „Es war spannend zu hören, wie andere Mitarbeitende mit bestimmten Themen umgehen und ihr Wissen weitergeben. Ich habe viele Anregungen bekommen“, sagte Silke Oppenhausen, Leiterin der Seniorenarbeit.

Rückblickend ziehen die Beteiligten eine positive Bilanz. Genannt werden unter anderem mobiles Arbeiten, digitale Akten, ein geringerer Papierverbrauch, vereinfachte Prozesse und eine deutlich erleichterte Kommunikation. Vor allem aber habe das Projekt neue Möglichkeiten geschaffen, sich über Bereichsgrenzen hinweg auszutauschen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.

Viele der angestoßenen Veränderungen sind inzwischen fester Bestandteil des Arbeitsalltags. Auch wenn das Projekt nun endet, bleibt die Digitalisierung eine gemeinsame Aufgabe für die Zukunft der AWO Region Hannover.

Zum Hintergrund

Das Projekt „AWO DigiStruc“ wurde über drei Jahre im Rahmen des Programms „rückenwind³“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert. Ziel war es, agile digitale Kompetenzen zu stärken, Arbeitsprozesse weiterzuentwickeln und neue Formen der Zusammenarbeit innerhalb der AWO Region Hannover zu etablieren.

Text: Gaby Kujawa/AWO, Fotos: Gaby Kujawa/Christian Degener/AWO

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