Region Hannover/ Hannover-Linden. Wacker, würdevoll, wütend, wild oder wunderbar: Wie wollen wir altern? Mit dieser Frage beschäftigte sich heute der „Markt des Weisen Wissens“ auf dem PLATZprojekt in Hannover. Zahlreiche Organisationen, Initiativen und Expertinnen stellten dort ihre Angebote vor und kamen mit den Besucherinnen über unterschiedliche Facetten des Älterwerdens ins Gespräch. Mit dabei war auch die Seniorenarbeit der AWO Region Hannover.
Für die AWO stand Jeanette als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Sie informierte über die Angebote der Seniorenarbeit und beriet zu Fragen rund um das Älterwerden. Die Besucher*innen konnten sich dabei individuell über Unterstützungsmöglichkeiten, Begegnungsangebote und weitere Themen informieren, die sie persönlich beschäftigten.
Der „Markt des Weisen Wissens“ brachte ein breites Spektrum an Informationen zusammen. Neben Freizeitaktivitäten und städtischen Angeboten ging es unter anderem um Vorsorge, Sexualität im Alter und die Möglichkeiten freiwilligen Engagements. Ziel war es, älteren Menschen einen unkomplizierten Zugang zu Beratung zu ermöglichen und zugleich sichtbar zu machen, wie vielfältig das Leben im Alter gestaltet werden kann.
Dafür hatten sich die Veranstalterinnen ein besonderes Konzept überlegt: Auf einer Pinnwand konnten die Besucherinnen einen freien Termin für ein etwa 30-minütiges Beratungsgespräch auswählen. Ein Lageplan zeigte, wo die jeweiligen Expert*innen auf dem Gelände zu finden waren. Die Gespräche konnten allein oder gemeinsam mit einer Begleitperson wahrgenommen werden. Beratungen fanden sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag statt.
Der Infomarkt war Teil des Sommercamps der „Blauen Zone“, das vom 30. Juli bis zum 8. August auf dem PLATZprojekt veranstaltet wird. Der gleichnamige Verein entwickelt Veranstaltungen für und mit Menschen ab 55 Jahren. Während des zehntägigen Sommercamps stehen Workshops, offene Treffs, gemeinsame Mahlzeiten sowie Kunst- und Kulturangebote auf dem Programm. Menschen sollen dabei miteinander in Kontakt kommen, neue Bekanntschaften schließen und Anregungen für ihren Alltag erhalten.
Mit ihrer Beteiligung am „Markt des Weisen Wissens“ zeigte die AWO Region Hannover, dass gutes Älterwerden viele Seiten hat – und dass Information, Austausch und Gemeinschaft dabei eine wichtige Rolle spielen.
Der Kunst- und Kulturverein „Die Blaue Zone“ bringt Menschen ab 55 Jahren zusammen, die das Älterwerden aktiv und gemeinschaftlich gestalten möchten. Zum Angebot gehören unter anderem regelmäßige offene Treffen, gemeinsame Essen, Workshops, Ausflüge, Kulturveranstaltungen und Sommercamps. Dabei setzt der Verein auf Beteiligung und Selbstorganisation: Die Teilnehmenden können eigene Ideen entwickeln, Angebote mitgestalten und sich mit anderen Menschen über ein gutes Leben im Alter austauschen.
Der Name nimmt Bezug auf die sogenannten „Blauen Zonen“. Damit werden Regionen der Welt bezeichnet, in denen Menschen besonders häufig ein hohes Alter erreichen und lange gesund leben. Als wichtige Faktoren gelten unter anderem regelmäßige Bewegung im Alltag, eine ausgewogene Ernährung, soziale Kontakte, eine starke Gemeinschaft und eine sinnstiftende Beschäftigung. Die Initiative hat die Region Hannover symbolisch zur „sechsten Blauen Zone“ erklärt. Ihr Ziel ist es, gemeinsam gute Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes, aktives und erfülltes Leben im Alter zu entwickeln.
Redaktion & Fotos: Christian Degener/AWO