Ein fröhliches „hola“ zur Begrüßung

Paula Lopez aus Spanien macht ein dreimonatiges Praktikum im Hort der AWO Kita Edenstraße

Die Kinder tanzen am Liebsten den lateinamerikanischen Zumba-Tanz mit Lopez. Links im Bild ist Vincente Palop, Tutor von Lopez, zu sehen.

Hannover/List. „Hola“ – das spanische „Hallo“ hört man derzeit jeden Morgen vielfach im Hort der AWO Kindertagesstätte Edenstraße. Damit heißen die Kinder Paula Lopez willkommen, die ein dreimonatiges Praktikum in der Einrichtung in der List macht. „Ich fühle mich hier sehr willkommen“, sagt die 20-Jährige, die aus der spanischen Hafenstadt Valencia an der Südostküste Spaniens stammt.

Es ist eine Premiere für die Kita Edenstraße: Lopez ist die erste Praktikantin aus dem Ausland. In ihrer Heimat macht die Spanierin eine Pädagogik-Ausbildung an einer Art Fachhochschule, nach Deutschland kam sie über das europäische Förderprogramm Erasmus. In der AWO Kita Edenstraße arbeitet sie derzeit an vier Tagen die Woche – sie spielt und bastelt mit den Kindern und hilft bei der Essensausgabe. Das Besondere: Lopez spricht kein deutsch. Mit strahlenden Augen berichtet die Spanierin, wie die Kinder im Laufe der vergangenen Wochen auf sie reagiert haben. Zuerst seien sie etwas schüchtern und irritiert gewesen, weil sie kein deutsch spricht und auf die Fragen der Kinder nicht antworten konnte. „Nach kurzer Zeit haben sie sich dann einfach für ein paar Minuten neben mich gesetzt, und irgendwann fingen sie an, mit mir zu spielen und mir Dinge auf deutsch beizubringen“, sagt Lopez, die bei einer Familie in Badenstedt wohnt. „Und manches Mal setzen sie sich einfach neben mich und umarmen mich.“

Die Kinder der AWO Kita spielen und malen gern mit Lopez. Mit auf dem Bild: Vincente Palop, Tutor von Lopez.

„Paula ist ein Gewinn für die Kinder“, sagt Einrichtungsleiterin Beate Busse. Auch wenn die Kinder zuerst etwas schüchtern gewesen seien, hätten sie keine Berührungsängste gehabt und sich schnell an sie gewöhnt. Lopez lernt derzeit deutsch im Internet – mit ihren Kolleginnen und Kollegen kommuniziert Lopez auf Englisch und mit Hilfe eines Übersetzungsprogramms auf einem Tablet. Derzeit ist ihr Erasmus-Tutor Vincente Palop zu Gast, der schaut, wie es Lopez an ihrem Praktikumsplatz ergeht. Interessant sei für die beiden auch die zum Teil unterschiedlichen pädagogischen Ansätze in Deutschland. „In Spanien gibt es mehr Regeln, hier haben die Kinder mehr Freiheiten, Dinge zu erkunden“, sagt Lopez bei einem Mittagessen in der Kita-Küche. Und nach dem Essen steht eine der Lieblingsbeschäftigungen der Kinder an: Sie wollen mit Lopez Zumba tanzen.

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