Mit Transparenten, Trillerpfeifen und zahlreichen Plakaten haben 150 Menschen lautstark am Kröpcke in Hannover dazu aufgerufen, zusammenzustehen und keinen Platz zu lassen für Rassismus, Hass und Spaltung.

Kundgebung am Kröpcke: „Menschenwürde schützen!“

Unser Zeichen gegen Hass, Spaltung und Ausgrenzung: AWO demonstriert am Internationalen Tag gegen Rassismus in Hannover

Region Hannover /Hannover. Gemeinsam für Solidarität, Toleranz und Vielfalt und gegen Rassismus: Unter dem Motto „Menschenwürde schützen“ des diesjährigen Internationalen Tages gegen Rassismus haben heute Mitarbeitende, Mitglieder, Freunde und Klienten der AWO Region Hannover, des Bezirksjugendwerkes und des AWO Bezirksverbandes Hannover um fünf vor zwölf ein Zeichen gegen Ausgrenzung gesetzt.

Mit Transparenten, Trillerpfeifen und zahlreichen Plakaten haben 150 Menschen lautstark am Kröpcke in Hannover dazu aufgerufen, zusammenzustehen und keinen Platz zu lassen für Rassismus, Hass und Spaltung. Gemeinsam haben sich die Demonstranten klar positioniert: Die Menschenwürde zu schützen ist im derzeitigen politischen Umbruch in Deutschland wichtiger denn je.

„Beim Kampf gegen Rassismus geht es um mehr als um den Schutz von Betroffenen, es geht um unser demokratisches Wesen als Ganzes. Sprich „Artikel 1 unseres Grundgesetzes, die Unantastbarkeit der Menschenwürde“. Vielfalt, Offenheit und Gleichheit sind Markenkerne unserer Demokratie und es ist unser aller Aufgabe diesen Kern gegen Angriffe zu verteidigen – und zwar immer und überall. Derzeit wichtiger denn je: Lasst uns jeden Tag gegen Rassismus und Diskriminierung kämpfen“ von Djenabou Diallo Hartmann, stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen im Landtag Niedersachsen.

„Als Gesellschaft sind wir dazu aufgerufen, aktiv die Menschenwürde in Deutschland zu verteidigen – und auch, diese zu schützen. Nur so können wir frei, demokratisch und solidarisch zusammenleben“, appelliert Marco Brunotte, Vorsitzender des Vorstands AWO Bezirksverband Hannover e.V. „Gerade im Nachgang an den oft migrationsfeindlichen Wahlkampf der Bundestagswahl ist es für uns als AWO unerlässlich, ein starkes Signal nach Berlin zu senden. Wir stehen an der Seite von geflüchteten Menschen. Wir machen uns stark für Menschen, die in Deutschland Schutz suchen. Wir lassen keinen Platz für Rassismus, Hass und Ausgrenzung.“

„Keiner, der von Rassismus profitiert, hat ein Interesse daran diesen zu bekämpfen! Wer Macht, Privilegien oder Vorteile aus ungerechten Systemen zieht, wird selten freiwillig auf diese verzichten. Deshalb braucht es die lautstarke Stimme aller, die Gleichberechtigung und Gerechtigkeit erkämpfen – denn Veränderung entsteht nicht durch das Wohlwollen der Profiteure, sondern durch kollektives Handeln und Solidarität“, weiß Melike Torumtay, Mitgrationsberaterin der AWO Region Hannover e.V.

 Zum Hintergrund:

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“, steht im ersten Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. An die gemeinsame Verantwortung, dieses Ideal zu fördern und zu schützen, erinnert der Internationale Tag gegen Rassismus jährlich am 21. März.

Das Datum geht zurück auf das „Massaker von Sharpeville“ im Jahr 1960. Während einer Demonstration gegen die Apartheidgesetze in der südafrikanischen Stadt eskalierte die Situation: Polizisten schossen in die Menge und töteten 69 Menschen, mindestens 180 weitere wurden zum Teil schwer verletzt.

Text: AWO, Fotos: Gaby Kujawa

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