Freuen sich über das Projekt für Obdachlose: AWO Fachbereichsleiterin Gabriele Schuppe (2. von links), Asphalt Geschäftsführer Georg Rinke (rechts), Ricarda und Udo Niedergerke (2. von rechts) mit drei der insgesamt elf teilnehmenden Männer.

Kooperationsprojekt „Sprache und Arbeit“ gestartet

Sprachunterricht kombiniert mit Praktikum und Arbeitsmöglichkeiten für polnische Obdachlose

Hannover. Sprachprobleme erschweren oft die soziale Integration. Um ausländische obdachlose Menschen in den Arbeitsalltag zu integrieren, hat die AWO Region Hannover in Kooperation mit dem Asphalt Magazin jetzt das Projekt „Sprache und Arbeit“ gestartet.

Im Rahmen des Projektes erhalten elf obdachlose Männer aus Polen bei der AWO drei Monate lang montags bis donnerstags jeweils vier Stunden Deutschunterricht. Freitags machen sie dann ein Praktikum bei Asphalt und verkaufen das Magazin. Während der drei Monate werden die Männer umfassend sozialpädagogisch beraten und bei der Suche nach Job und Wohnung unterstützt. „Viele der Teilnehmer im Alter von 27 bis 62 Jahre leben hier seit Jahren auf der Straße und können kein Wort Deutsch“, sagt AWO Fachbereichsleiterin Gabriele Schuppe. Sie freuten sich sehr darüber, durch dieses Projekt eine Chance zu bekommen und seien sehr motiviert, die Sprache zu lernen. Die meisten von ihnen hätten klare Ziele und möchten wieder in ihrem früher erlernten Beruf wie  beispielsweise Koch oder Tischler Fuß fassen.

„Alle Männer, die die drei Monate durchgehalten, aber noch keinen Job gefunden haben, bekommen einen Minijob bei Asphalt und dadurch die Möglichkeit auf Krankenversicherung und Sozialleistungen“, berichtet Asphalt Geschäftsführer Georg Rinke. Zudem erhielten sie sechs weitere Monate einen Tag pro Woche Deutschunterricht. Ziel und Aufgabe von Asphalt ist es, Bedürftige zu unterstützen. Mit dieser Kombination von Sprachförderung und niedrigschwelliger Arbeit sei ein sehr sinnvoller Weg für die Menschen beschritten. „Mit diesem Projekt wollen wir zeigen, dass Menschen es schaffen können, mit ein bisschen Rückenwind aus ihrer prekären Lebenssituation herauszukommen“, ergänzt Schuppe.

Finanziert wird das Projekt von der Niedergerke Stiftung und dem Integrationsfond der Stadt Hannover. „Die Kombination ‚Sprache und Arbeit‘ ist etwas Neues“, sagt Dr. Udo Niedergerke. Nur so könne Integration und Teilhabe erfolgen. „Wir freuen uns sehr dazu beitragen zu können, den teilnehmenden Männern ein Leben in Würde zu ermöglichen.

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