Fritz Kracke mit seiner Nachfolgerin Brigitte Grohn vor der Seniorenbegegnungsstätte „Torgarten“ in Anderten.

„Rechtzeitig die Weichen stellen“

Fritz Kracke hat die Clubleitung des AWO Ortsvereins Anderten abgegeben

Hannover/Anderten. „Nach 25 Jahren ist Schluss.“ Mit einem lachenden und weinenden Auge hat Fritz Kracke jetzt die Leitung des Seniorenclubs „Torgarten“ im Ortsverein Anderten der AWO Region Hannover an Brigitte Grohn übergeben. „Verantwortung zu tragen, heißt auch frühzeitig die Weichen zu stellen und sie in andere Hände zu legen“, sagte der 82-jährige auf seiner Abschiedsfeier in der Begegnungsstätte zu den mehr als 25 Gästen – Weggefährten, Freunde und Club-Besucher. Kracke, der bis vor kurzem auch Vorsitzender des AWO Ortsvereins Anderten war, zieht sich aus gesundheitlichen Gründen aus der Clubleitung zurück.

Jeden Mittwoch treffen sich in der Begegnungsstätte Torgarten am Walter-Clemens-Platz 1 Seniorinnen und Senioren zum gemeinsamen Nachmittagsprogramm, das Kracke organisiert und geplant hat. Von Bingo und Kartenspielen wie Rommé und Skat, über Vorträge zu unterschiedlichen Themen, kulinarische Ausflüge oder gemeinsames Singen – Kracke, selber leidenschaftlicher Sänger, ist es wichtig, dass für alle etwas dabei ist. „Er war ein sehr engagierter Clubleiter, der sich um die Bedürfnisse und Wünsche der Menschen gekümmert hat“, sagte Tanja Rombelsheim, Mitarbeiterin der AWO Seniorenarbeit, in ihrer Rede auf der Abschiedsfeier.

Neben der Organisation der Clubnachmittage hat sich Fritz Kracke sein Leben lang politisch engagiert. „Mit 20 Jahren trat er in die SPD ein und setzt sich seitdem für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger ein“, betonte Rombelsheim und richtete ihre Worte direkt an Kracke: „Wenn es keinen gibt, der sich um einen Aufzug am Bahnhof Anderten kümmert, nimmst du die Sache eben selbst in die Hand und schaltest die Presse ein. Wer sich bewegt, der bewegt etwas.“

Neben den politischen Geschehnissen im In-und Ausland war es Kracke ebenso wichtig auf besondere Ereignisse aus der Vergangenheit und Gegenwart einzugehen. So hat er auch die jährliche Gedenkveranstaltung für den von den Nationalsozialisten ermordeten Philosophen, Schriftsteller und Publizisten Theodor Lessing, der mit seiner Familie in Anderten gewohnt hatte, ins Leben gerufen.

Doch ganz zurückziehen, will sich Kracke noch nicht. Er gibt zwar die Clubleitung in neue jüngere Hände, wird aber weiterhin die Tagesfahrten des AWO Ortsvereines organisieren und begleiten. Auch die Mitarbeit im Redaktionsteam für das Monatsprogramm wird weiterhin zu seinen Aufgaben gehören. „Der Sinn meiner Aufgaben bei der AWO war und ist es, meine Mitmenschen glücklich zu machen und ihnen Zufriedenheit und Freude zu geben.“

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