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Reggio-Pädagogik

Die Reggio-Pädagogik wurde in der norditalienischen Stadt Reggio Emilia begründet. Dort orientiert sich das Zusammenleben an den sozialen Bedürfnissen der Bevölkerung, und das gemeinschaftliche Handeln wird in den Mittelpunkt gestellt. Die Lebenswelt und die Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder sind Teil der Gesellschaft und des Gemeinwesens. Dadurch wird anerkannt, dass Kinder vielfältige Ausdrucksmöglichkeiten benötigen, diese erhalten und somit gefördert werden.
Den Kindern wird ermöglicht Mitschöpfer des eigenen Wissens zu werden, Fragen zu stellen, Unbekanntes zu erforschen und auszuprobieren. Das Kind wird in der reggianischen Gesellschaft als "soziales Wesen" (Elsbeth Krieg) anerkannt, d.h., ihm wird zugestanden, dass seine Entwicklung prozessorientiert, eigenbestimmt und nicht immer nach dem Erwachsenenverständnis direkt verläuft. Dies hat zur Folge, dass sich Mitarbeiterinnen von Kindertagesstätten, Schulen, Einzelhandel und andere örtliche Betriebe darauf einstellen, da diese die Lebenswelt der Kinder mit einschließt. Aufgrund dieses Selbstverständnisses entwickelte sich ein eigenständiges Bild vom Kind. Die Pädagogik findet weltweite Anerkennung.

Mit der Eröffnung unserer Kindertagesstätte im Familienzentrum haben wir uns gedanklich auf den Weg nach Reggio Emilia gemacht und damit begonnen, dem Vorbild entsprechend, diese besondere Pädagogikform mit den Familien im Stadtteil Misburg zu gestalten. Auch bei uns soll sich dieses Selbstverständnis vom Bild des Kindes entwickeln. Viele Familien haben uns dabei schon begleitet.

Die 100 Sprachen von Loris Malaguzzi
"Ein Kind hat hundert Sprachen, hundert Hände, hundert Gedanken. Es besitzt hundert Weisen zu denken, hundert Weisen zu spielen, hundert Weisen zu sprechen. Hundert immer wieder hundert..."

Wir fördern diese hundert Sprachen der Kinder, unterstützen und begleiten sie. Unser Augenmerk gilt dabei folgenden Fragestellungen:
  • Welche individuellen Fähigkeiten bringen Kinder mit?
  • Wie nehmen sie die Welt wahr?
  • Wie deuten sie ihre Wahrnehmungen und Erlebnisse?
  • Wie verarbeiten sie ihre Erlebnisse und wie sprechen sie darüber?
  • Wie lernen sie?
  • Wie gestalten sie ihre Beziehungen zu anderen Menschen?
Wie erreichen wir das?

Wir liefern keine fertigen Antworten, sondern nutzen den Entdecker- und Forscherdrang der Kinder.
Wir geben den Kindern Zeit und Raum zum Experimentieren. Themenbezogene Projekte zu den Fragestellungen der Kinder stehen dabei für uns im Vordergrund. Eine Fülle von unterschiedlichen Materialien steht in den Gruppenräumen, einem Werk- und Matschraum sowie in unserer Mehrzweckhalle zur Verfügung.
Das Lernen und die Erfahrungen der Kinder werden gemeinsam vielfältig dokumentiert.
Flyer „Familienzentrum“
Anfahrtsskizze

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